Architektur
Die Ausstellung «Land-Luft» wirbt in der Kunsthalle für nachhaltige Baukultur

Sie will zum Nachdenken über eine Baukultur anregen, die vor allem nachhaltig ist, und sie tut dies auf ungewöhnliche Art und Weise: Die österreichische Wanderausstellung «Land-Luft» ist derzeit auf Einladung der Architekturforen Kempten und Memmingen/Unterallgäu in der Kunsthalle Kempten zu Gast. Und sie zeigt primär nicht herausragende Architektur, sondern stellt die Menschen, die dafür verantwortlich sind, in den Vordergrund. Gezeigt werden die Preisträger des «Baukultur-Gemeindepreises 2009», den der Verein Land-Luft mit dem österreichischen Gemeindebund ausgeschrieben hatte. Wettbewerbsziel war es, die Gemeinden zu ermuntern sich mit ihrer Baukultur und damit auch ihrer eigenen Zukunft auseinanderzusetzen. Und unter dem Motto «Baukultur machen Menschen wie du und ich!» steht dann im Grunde auch die Schau in der Kunsthalle. Denn die Besucher werden vor allem mit Menschen konfrontiert, die Stellung beziehen zu qualitativem, nachhaltigem und zukunftsorientiertem Bauen.

Großformatige, auf Textil gedruckte Fotografien zeigen die jeweiligen Personen vor «ihren», teilweise nur partiell oder schemenhaft erkennbaren Bauten. Der Betrachter setzt sich dabei zwangsläufig weniger mit dem Bauwerk, als vielmehr mit einem Ausspruch der jeweiligen Person auseinander. Beispielsweise begegnet einem Peter Gruber vom Nationalpark Hohe Tauern (Kals am Großglockner/Tirol): «Man unterschätzt anfangs, was dann doch alles machbar ist», wird er zitiert. Da ist der Feuerwehrkommandant Karl Rohregger aus dem oberösterreichischen Hinterstoder: «Jetzt war ich drinnen, jetzt taugts mir.» Oder da ist der Bürgermeister der Hauptpreisträger-Gemeinde Zwischenwasser (Vorarlberg), Josef Mathis: «Architektur ist keine Geschmackssache.»

Bauen als Gemeinschaftswerk

Die Porträt-Tafeln machen den Löwenanteil der eindrucksvollen Schau, die auch in Memmingen und Immenstadt gezeigt wird, aus. Auf acht Tafeln werden in kleinen Fotografien die prämierten Bauwerke der acht «Land-Luft»-Preisträger-Gemeinden vorgestellt. «Bauen», sagte Bürgermeister Mathis im Rahmen der Vernissage, «ist immer ein Gemeinschaftswerk.» Erst durch das bewusste Miteinander könne Baukultur entstehen. Und genau dies möchten auch die beiden Architekturforen mit der Schau fördern. «Wir wollen Baukultur in die breite Öffentlichkeit bringen und unsere Heimat nachhaltig und hochwertig weiterentwickeln», erklärte Franz-Georg Schröck, Vorsitzender des Architekturforums Kempten.

Darüberhinaus diskutierten am im Rahmen eines «Land-Luft Allgäu»-Symposium im Kornhaus rund 200 kommunale Entscheidungsträger aus dem gesamten Allgäu mit Experten aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Tourismus über qualitätvolle, baukulturelle Entwicklungen (Bericht folgt auf der Seite Allgäu-Kultur).

Öffnungszeiten der Ausstellung in der Kunsthalle Kempten (bis 28. April): Dienstag bis Freitag 14 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag 10 bis 16 Uhr.

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