Baisweil
«Die Aufmerksamkeit muss der Jugend gelten»

Die Zukunft der älteren Mitbürger wurde im Gemeinderat Baisweil diskutiert. «Es geht darum, dass sich auch ältere Menschen in unserer Gemeinde wohlfühlen», meinte Bürgermeister Thomas Steinhauser. Deshalb schlug er einen Seniorenbeauftragten vor, der sich um die Belange der Älteren kümmern solle.

Der Bürgermeister verwies auf die demografische Entwicklung, nach welcher der Altersdurchschnitt in Deutschland immer mehr ansteige. Deshalb gebe es auch eine Initiative des Landkreises, zu der auch die Ernennung von Seniorenbeauftragten gehöre. Der könne alte und neue Gruppen fördern und beraten, Ideen sammeln und dem Gemeinderat vortragen oder sich um die Perspektiven von medizinischer Versorgung oder des Nahverkehrs kümmern, erklärte Steinhauser: «Diese Thematik wird uns in Zukunft beschäftigen.»

Doch Zweiter Bürgermeister Helmut Unglert meinte, der Jugend müsse mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Noch sei die Hilfe der Bürger untereinander weitgehend intakt. Aber die Jugend verliere die Bindung zu ihren Familien. «Wir müssen ihr die Bodenständigkeit zurückbringen», so Unglert.

Auch Angelika Steinhauser betonte, dass eine funktionierende Nachbarschaftshilfe die Dorfstruktur erhalte. Hansjörg Echteler hatte praktische Einwände: Ein Seniorenbeauftragter könne auch keine bessere Busverbindung schaffen.

Aber Steinhauser konterte, dass es nicht um den jetzigen Zustand gehe: «Es geht darum, was in zehn oder 15 Jahren ist.» Und Dritter Bürgermeister Reinhold Heel erläuterte, dass es dann Senioren sein werden, die anderen Senioren beim Arbeiten oder Einkaufen helfen. «Wir brauchen einen Seniorenbeauftragten», meinte Anton Stumpe. Der Bürgermeister vertagte jedoch das Thema. Bis auf Weiteres bleibt die Gemeinde ohne Senioren- und ohne Behindertenbeauftragten.

Mehr Licht im Maiengrund

Ebenfalls ohne Entscheidung blieb die Frage, welche Leuchten das Neubaugebiet Im Maiengrund bekommen soll. Zwar sprach sich der Gemeinderat für die Anschaffung von stromsparenden Natriumlampen für rund 13000 Euro aus, wobei auch das benachbarte alte Baugebiet neu ausgeleuchtet werden soll. Doch zuvor solle sich der Bürgermeister über LED-Lampen informieren. Sollten diese zukunftsträchtiger sein, will das Gremium erneut darüber beraten.

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