Die Allgäu-Metropole ist auch Einkaufs-Metropole

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Kempten | bec | Kempten ist als Einkaufsstadt beliebt - bei den Einheimischen sowieso und bei den Touristen sogar noch ein bisschen mehr. Das gibt es jetzt auch schriftlich: Wie im Jahr 2005 hatte das Mittelstands-Institut der Fachhochschule auch 2007 wieder eine Kundenbefragung in der Innenstadt durchgeführt. Kernaussage: 'Das sieht sehr, sehr gut aus', schob FH-Professor Dr. Alfred Bauer bei der Präsentation gleich voraus und auch, dass man aus dem Schulterklopfen 'gar nicht mehr herauskommen wird'. Allerdings dürfe sich Kempten nun nicht auf seinen als Einkaufsstadt errungenen Lorbeeren ausruhen: 'Jetzt fängt die Arbeit erst an.'

In Auftrag gegeben hatten die Untersuchung zum Einkaufsverhalten der Einzelhandelsverband, Kempten Regio Tourismus, City-Management und Stadt. Dafür wurden an drei Tagen im Mai an fünf Standorten - am Residenzplatz, in der Fischerstraße, in der Bahnhofstraße, am August-Fischer-Platz und erstmals auch in der Gerberstraße - die Passanten gezählt. Zudem wurden von April bis Oktober 615 Kempten-Besucher (57 Prozent davon Frauen) zu ihrem Einkaufsverhalten befragt. Bei weiteren Interviews äußerten sich zudem 321 Menschen zu Fragen, die den Tourismus in Kempten betrafen.

Wichtigstes Ergebnis: Die 'Knochentheorie' von OB Dr. Ulrich Netzer, nämlich dass das nördliche und das südliche Ende der Innenstadt für Einkäufer in etwa gleich attraktiv sind, funktioniert weiter. 'Zwischen Nord und Süd', so Bauer, 'findet eindeutig ein Austausch statt. Die Einkäufe verteilen sich in der gesamten Innenstadt.' So wurden beispielsweise an einem Samstag zwischen 10 und 17 Uhr 14 286 Menschen am Residenzplatz und 14 266 am Forum Allgäu gezählt. Letzteres wurde übrigens für die Studie noch genauer unter die Lupe genommen. Fazit: Wer das Forum besucht, bleibt dort nicht den ganzen Einkaufstag über, sondern bummelt und kauft auch in der Innenstadt.

Die Touristen - mittlerweile stammen fünf Prozent von ihnen aus der Schweiz, was laut Bauer ein 'überraschend guter Wert ist' - kommen gezielt zum Einkaufen, Bummeln und Schauen nach Kempten. Ein Bereich, in dem laut Bauer aber noch viel Potenzial steckt. So seien die - wie Bürgermeister Dieter Zacherle einwarf 'bombig laufenden' - Stadtführungen nicht einmal einem Drittel der Touristen bekannt. Einmal ganz abgesehen vom Alpinmuseum oder von der Kunsthalle. Das touristische Angebot aber empfinden die Auswärtigen durchwegs als 'gut' oder 'sehr gut'.

Ein weiteres Ergebnis: Der Allgäuer ist offensichtlich kein so großer 'Grantler' (so Bauer), als der er sich selbst gerne darstellt: Die Freundlichkeit der Mitarbeiter im Einzelhandel empfinden die Touristen als sehr gut, die Kemptener selbst als gut.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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