Oberostendorf
Dickes Polster am Jahresende

Ohne neue Schulden und mit einem finanziellen Polster will die Gemeinde Oberostendorf ihr Haushaltsjahr 2009 abschließen: Wenn alles klappt, sollen im Dezember rund 110000 Euro für eine Sondertilgung von Verbindlichkeiten zu Verfügung stehen.

Die Präsentation der Zahlen überließ Bürgermeister Karl Fischer jüngst seinem Namenskollegen Christian Fischer, Geschäftsführer und Kämmerer der VG Westendorf. Bei aller Freude mahnte Fischer, man müsse in Oberostendorf langfristig weiter sparsam wirtschaften. Ein (schmerzliches) Indiz für die aktuell gute Situation der Gemeinde ist die um 24 Prozent gestiegene Kreisumlage. Mit 355650 Euro müssen die Oberostendorfer heuer fast 70000 Euro mehr an die Kreiskasse überweisen.

Die rekordverdächtig gestiegenen Investitionen der Gemeinde entpuppen sich allerdings als Papiertiger: Schuld am satten Anstieg des Vermögenshaushaltes um sage und schreibe 133 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist nicht die Bauwut, sondern die Umschuldung mehrerer Darlehen im Umfang von 600000 Euro.

Die Summen müssen als Durchlaufposten im Vermögenshaushalt verbucht werden und treiben nicht nur die Investitionen künstlich nach oben, sondern auch das Volumen des Gesamtetats. Mit einem Umfang von knapp drei Millionen Euro (Verwaltungshaushalt 1,53 Millionen Euro, Vermögenshaushalt 1,42 Millionen Euro) liegt der um fast eine Million über dem Schnitt der Vorjahre.

Richtig gebaut wird in Oberostendorf 2009 aber trotzdem. Der satte Haushaltsüberschuss aus dem vergangenen Jahr (knapp 163000 Euro) deckt die größte Einzelausgabe der Gemeinde schon fast allein ab: Der Investitionszuschuss für den weiteren Um- und Ausbau des Oberostendorfer Vereinsheims in Höhe von 200000 Euro.

Der Kindergarten der Gemeinde im Ortsteil Gutenberg wird allerdings auch 2009 rote Zahlen schreiben - auf ausdrücklichen Wunsch des Gemeinderates: Das geschätzte Defizit von 50000 Euro könnte man zwar theoretisch mit einer drastischen Erhöhung der Elternbeiträge auf über 300 Euro pro Kind und Monat ausgleichen, doch das wird vom Gremium konsequent abgelehnt. Die Kritik von Gemeinderat Anton Trautwein, dass im 2009er Zahlenwerk kein Posten für die Pläne des Musikvereins vorgesehen wurde, während 2008 noch 5000 Euro eingeplant waren, wurde mit dem Hinweis auf den erhofften Überschuss erwidert. Wenn die Planungen heuer weiter fortschreiten, könne man immer noch auf die Sondertilgung der Schulden verzichten. Einen Erfolg konnten die Musiker aber trotzdem verzeichnen: Für den Bau eines Lagerschuppens für die Requisiten der Kapelle gab es grünes Licht.

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