Ausgelastet
Deutlich mehr Tiere als sonst im Immenstädter Heim

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Überfüllte Käfige und ausgelastetes Personal: In den Sommerferien ist das Immenstädter Tierheim Unterzollbrücke jedes Jahr ausgelastet. «Zurzeit sind etwa ein Drittel aller Tiere zur Pension hier», sagt Leiterin Iris Thalhofer.

Gerade jetzt, so hieß es, seien die bayerischen Tierheime so voll wie noch nie. Oftmals wollen auch Oberallgäuer Besitzer ihre Haustiere zu kurzfristig abgeben. Aufgrund mangelnden Platzes sei eine längerfristige Planung aber vonnöten, meint Thalhofer.

Doch auch außerhalb der Ferien wartet viel Arbeit auf die Angestellten: << Fundhunde, die nicht mehr abgeholt werden, sind eher die Ausnahme. Aber bei Katzen bleiben uns meist 90 Prozent aller Tiere. >> Unerwünschter tierischer Nachwuchs oder auch zu wenig Geld für die Haltung seien Gründe, warum Tiere dort abgegeben werden.

Neuer Trend: << Animal hoarding >>

Zudem beunruhigt die Tierheimleiterin der neue Trend des << Animal hoarding >> - zu deutsch das Horten von Haustieren. Dabei leben extrem viele Tiere bei einer Person, oft verwahrlost und nicht artgerecht gehalten. << In solchen Fällen werden 40 oder mehr Nager auf einmal abgegeben. Die können wir nicht alle selbst aufnehmen. >> Die Zusammenarbeit mit anderen Heimen aus der Region sei daher unabdingbar.

Eine Ursache für die steigende Zahl an Tieren im Heim seien die oft unterschätzten Kosten bei der Haltung: << Katzen werden nicht kastriert und Hunde nicht gechipt, weil es den Leuten zu teuer ist. >> Hohe Summen könnten zudem aufkommen, wenn das Tier krank wird und zum Arzt muss.

Laut der Leiterin lassen viele Menschen ihre Haustiere absichtlich nicht kennzeichnen. Wenn sie diese dann aussetzen, könne nicht mehr zurückverfolgt werden, wer der Besitzer ist. Solche Tiere wieder zu vermitteln, sei schwer: Besonders ausgewachsene Tiere hätten keinen leichten Stand.

Stubentiger trifft es dabei am öftesten: Die Tierpflegerin weist darauf hin, dass ausgesetzte Katzen verwildern und unkontrolliert Nachwuchs zeugen. Um sie wieder zu zähmen, sei es dann oft zu spät. << In der Öffentlichkeit sind diese Tiere unerwünscht. Wieder laufen lassen dürfen wir sie nicht, aber ein Leben in Gefangenschaft fristen ist auch kein Zustand für die ,Fellnasen. >> Zudem fehlten dem Heim Mitarbeiter, die sich gerade um scheue und kranke Tiere kümmern.

<< Wir sind stark auf ehrenamtliche Mitarbeiter angewiesen >>, erklärt Thalhofer. Freiwillige, die regelmäßig zum Füttern, Stall ausmisten oder Gassi gehen kämen, seien für das Heim unerlässlich. << Ohne die geht gar nichts. >> Interessenten können sich unter 08323/7808 melden.

Tierheimfest Am Sonntag, 25. September, findet ein Tierheimfest statt. Dabei kann man sich über Freiwilligenarbeit informieren. Zudem warten ein Flohmarkt, musikalische Unterhaltung und Gegrilltes auf die Besucher.

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