Dethleffs baut Überstunden ab

Isny | sz | Die weltweite Finanzkrise macht auch vor Isny im württembergischen Allgäu nicht Halt. Wegen des starken Euro und des hohen Preisniveaus in England ist demWohnmobil-Hersteller Dethleffs der britische Absatzmarkt weggebrochen. Deshalb arbeitet das Unternehmen im April und Mai nur noch 30 statt bisher 40 Stunden pro Woche.

Die Entwicklung auf der Insel ist für die Dethleffs-Chefetage kein Grund zur Sorge, wie Geschäftsführer Thomas Fritz sagt: 'Wir haben die vergangenen zehn Jahre am Anschlag produziert.' Dass es jetzt erstmals in die andere Richtung gehe, sei aber kein großes Problem. Dethleffs fährt die Wochenarbeitszeit zurück. Die Belegschaft hat freitags frei, spüre dies aber nicht beim Einkommen. Denn die Zeit werde über die Stundenkonten, die sich in der Vergangenheit gut gefüllt hätten, verrechnet.

Alle Hersteller betroffen

Betroffen von der Absatzkrise sind laut Fritz alle Hersteller von Caravans und Motorcaravans. 'Die Finanzkrise ist über uns hereingebrochen. Es sind zu viele Überkapazitäten auf dem Markt, die Händler sind finanzschwach, die Absatzmärkte brechen weg.' Hinzu komme speziell in Großbritannien die Entwicklung des Englischen Pfunds. 'In Großbritannien sind die Fahrzeuge 30 Prozent teurer als anderswo. Wir haben zurzeit 300 Rechtslenker und 100 Wohnwagen bei uns stehen', so der Geschäftsführer.

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