Oberallgäu
«Desaströse» Finanzen befürchtet

Eine «desaströse Finanzlage» steht wohl einigen Oberallgäuer Kommunen in den nächsten Jahren bevor. Mit Sorge blickt Anton Klotz, Vorsitzender des Gemeindetags im Landkreis und Bürgermeister in Haldenwang, in die Zukunft. Mancherorts werde die Situation zu untragbaren Schulden führen. Schon jetzt liege das Oberallgäu deutlich überm Durchschnitt: Die Städte und Gemeinden im Kreis haben unterm Strich pro Einwohner 1390 Euro Schulden angehäuft, bayernweit sind es nur 680. Und diese Zahlen des Statistischen Landesamtes sind der Stand von 2007.

Laut Klotz führt die Wirtschaftskrise in verschiedenen Orten bereits zu deutlichen Einbrüchen der Gewerbesteuer; auch der Anteil an der Einkommenssteuer werde zurückgehen. Zugleich fürchtet er, dass ab 2010 infolge sinkender Steuereinnahmen und steigender Schulden der Topf des kommunalen Finanzausgleiches deutlich gekürzt wird. Weiter müsse man im Landkreis nächstes Jahr wohl über eine höhere Kreisumlage reden.

Davonlaufende Kosten erwartet Klotz auch in anderen Bereichen, speziell dem Sozialen. Dazu zählen auch Kinder-/Mittagsbetreuung, Ganztagesschule und die Integration Behinderter. Die Möglichkeiten, darauf zu reagieren, hingen von den jeweiligen Voraussetzungen vor Ort ab. Gemeinden, die noch Rücklagen haben, könnten zwei Jahre überbrücken, so Klotz im Gespräch mit unserer Zeitung.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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