Bregenz
Des kleinen Prinzen große Augen

Die Botschaft ist unsterblich: «Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.» Immer wieder hat Antoine de Saint-Exupérys poetisches Märchen vom «Kleinen Prinzen» Regisseure und Choreografen inspiriert. Das Vorarlberger Landestheater spielt es als bezauberndes Weihnachtsmärchen für Kinder und Erwachsene.

Die poetischen Bilder, die Regisseur Paul Lerchbaumer für seine Inszenierung entworfen hat, erinnern an die Aquarelle des Autors. Einprägsam malt er mit seinen Spielern die Stationen des Kleinen Prinzen von seinem Planeten bis in die Wüste aus.

Der Pilot (Alexander Julian Meile) tritt vor den Vorhang, verunsichert spricht er die Kinder an, die er nicht erwartet habe, und erzählt, dass er seine Geschichte eigentlich einem Erwachsenen widmen wollte: «Alle großen Leute sind mal Kinder gewesen, aber die wenigsten erinnern sich daran.»

Ein Stein und ein hölzernes Flugzeugmodell genügen für die Wüste, ein in verschiedene Farben getauchtes Oval im schwarzen Hintergrund markiert die Planeten, die der kleine Prinz bereist. Hier trifft er den König, der weiß, dass er nur vernünftige Befehle geben darf: «Man muss von jedem fordern, was er leisten kann.

» Und er trifft den Eitlen in Schottenrock und Zylinder, den bajuwarischen Säufer mit dem Riesen-Maßkrug, den berlinernden Geschäftsmann beim Sternezählen.

Alexandra Maria Nutz ist ein liebenswerter kleiner Prinz mit der richten Mischung aus kindlicher Neugier, kritischem Blick und zu Herzen gehender Weisheit. Sie gibt ihm Augen, die nicht verurteilen, sich aber auch nicht vereinnahmen lassen. Man freut sich an des Prinzen Begegnungen mit dem Piloten, der bald aus der Erinnerung erzählt, bald mitspielt. Man freut sich am Fuchs, der gezähmt und zum Freund gemacht werden will und dem Prinzen die Augen öffnet für das Wesentliche.

Angst und freudige Erwartung mischen sich, als der kleine Prinz zurückkehren will, mit dem gemalten Schaf und dem Maulkorb für das Schaf. Wir Zurückgebliebene aber werden mit dem Piloten die Sterne lachen hören.

Weitere Aufführungen am 6., 12., 13., 20., 26. und 27. 12. sowie 2., 3. und 6. 1., jeweils 15 Uhr. Schülervorstellungen am 17. 11., 14. und 22.12., 9 und 11 Uhr. Karten: 0043/5574/42870-600

Informationen im Internet:

www. landestheater.org

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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