Gastspiel
Der Zirkus Montana ist bis Montag in Kaufbeuren - Artisten kommen ins Schwitzen

Der Zirkus Montana hat derzeit seine Zelte in Kaufbeuren aufgeschlagen. Noch bis kommenden Montag gastiert er auf dem Tänzelfestplatz. Unter anderem Luftakrobaten, ein Clown und ein Feuerspucker zeigen dem Publikum dabei ihr Können. Doch das kann bei der sommerlichen Hitze derzeit unter Umständen ganz schön anstrengend werden.

<< Besonders unter der Kuppel wird es sehr heiß >>, erklärt Sandro Martorana, der Sprecher des Unternehmens. Dadurch könnten die Luftakrobaten bei ihren Übungen ordentlich ins Schwitzen kommen. << Im restlichen Zelt sind die Temperaturen aber angenehm >>, meint er weiter. An Aufführungstagen sind die Zeltplanen den ganzen Tag hochgebunden, damit die Luft gut zirkulieren könne. Außerdem begännen die Vorstellungen extra spät.

Einfach hat es ein Zirkus im Sommer trotzdem nicht: << Bei dieser Hitze gehen die Menschen lieber ins Freibad >>, erklärt der 20-Jährige. Besser für das Geschäft sei daher regnerisches Wetter. Die meisten Besucher kämen bei den Gastspielen im Frühling und im Herbst.

Den meisten Tieren, die zum Montana-Tross gehören, machen die Temperaturen aber nicht viel aus. Besonders die Kamele seien die hohen Temperaturen gewohnt. Schließlich leben viele ihrer Artgenossen in der Sahara. Die Pferde werden dagegen zur Kühlung regelmäßig mit Wasser abgespritzt. Martorana: << Alle Tiere stehen entweder unter Bäumen oder Planen im Schatten. >> Besonders viel Wert legen die Mitarbeiter darauf, dass alle stets ausreichend zu trinken haben.

Während der Aufführung sei die Hitze kein Problem. Die Übungen in der Luft seien generell schwierig. Eine besondere Gefahr, mit schwitzigen Händen zum Beispiel vom Trapez abzurutschen, gebe es nicht. Und die Clowns? Die müssen sich trotz der sommerlichen Temperaturen schminken. Im ganzen Gesicht. Damit die Schminke nicht verläuft, bewahrt sie Norman Montelli im Kühlschrank seines Wohnwagens auf.

Dass das Werk am Ende vor lauter Hitze verwischt, sei noch nie passiert. << Und falls doch, können sich die Künstler sofort wieder nachschminken >>, sagt Martorana.

Nur einem wird es während der etwa zweistündigen Show richtig heiß: Feuerspucker Norman Becker muss während seines Auftritts Temperaturen zwischen 70 und 80 Grad aushalten. << Da komme ich schon ganz schön ins Schwitzen >>, erzählt der Künstler. Wird es ihm zwischen den Aufführungen einmal zu warm, springt er einfach in die nahegelegene Wertach. So wie es gestern auch manch anderer Artist des Zirkus Montana getan hat: Die letzten Proben vor der Premiere wurden kurzerhand ins kühle Nass verlegt.

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