Nesselwang
Der Verkehr geht, eine «Oase» kommt

Angesichts der bevorstehenden Befreiung vom Autobahn-Ableitungsverkehr will Nesselwang ein Zeichen setzen. Ein gepflasterter Platz vor dem Rathaus mit Bäumen, Pflanzschalen und einem noch nicht näher definierten «Autobahn-Monument» sollen noch in diesem Herbst entstehen, beschloss der Marktgemeinderat ohne Gegenstimme.

«Wenigstens einen Baum»

Vor ein paar Wochen habe er noch eher im Scherz angekündigt, er werde wenigstens einen Baum vor dem Rathaus pflanzen, wenn die Autobahn fertig ist, erzählte Bürgermeister Franz Erhart im Marktgemeinderat. Denn bis klar sei, wie sich die Autobahnöffnung tatsächlich auswirkt und der Markt entsprechend umgestaltet wird, würden noch Jahre vergehen. Da wolle er schon einmal eine «Duftmarke» setzen. «Ich habe unseren Planer angerufen und um einen Entwurf gebeten, wie man eine kleine Oase vor dem Rathaus schaffen kann.»

Es war bereits sein zweiter Entwurf, den Architekt Martin Hofmann nun den Marktgemeinderäten präsentierte, die ihn im Prinzip bestätigten. Allerdings soll der Markt noch einmal mit den Straßenbaubehörden über eine Kostenbeteiligung feilschen. Auch welches «Monument» den Platz zieren soll, ist noch unklar. Es könnte ein Denkmal, eine Skulptur, ein Brunnen oder auch eine markante Pflanzschale sein. Andreas Tanner (Freie Wähler) hatte in der Diskussion dafür plädiert, nur den Platz vor dem Rathaus und nicht wie geplant auch den vor den beiden östlichen Nachbarhäusern zu pflastern und von dem gesparten Geld noch einen «besonderen Akzent» zu setzen. Aufs Pflaster wollten Planer Hofmann und die Mehrheit der Marktgemeinderäte nicht verzichten. Angesichts der relativ geringen Kostenersparnis wäre das «kleinkariert», so Hofmann.

Die Idee eines «Monuments», wie er sagte, kam bei Bürgermeister Erhart dagegen gut an.

Bedenken wurden im Marktgemeinderat wegen der Kosten von rund 42000 Euro laut. «Das Geld können wir uns nicht so einfach aus dem Ärmel schütteln» meinte etwa Jürgen Heckmeier (SPD). Wegen verschobener Projekte sei es aber im Haushalt vorhanden, zitierte der Bürgermeister den derzeit im Urlaub weilenden Kämmerer.

Lkw künftig abschrecken

Bei der Fahrbahnbreite gingen die Meinungen auseinander. Bürgermeister Erhart gab als Ziel vor, die Ortsdurchfahrt für Lkw unattraktiv zu machen, was auch Hans-Georg Allgaier (Freie Wähler) für wichtig befand. Dennoch sei vorgesehen, sogar etwa 15 Zentimeter mehr Platz für die Fahrbahn zu lassen. Peter Schlichtling (CSU) hatte gemahnt, daran zu denken, dass auch künftig Lkw durch Nesselwang rollen.

Imelda Reinold (CSU) zeigte sich dagegen sogar erfreut, dass Nesselwang wieder ein Stück fußgängerfreundlicher werde. Das sei gerade für Ältere wichtig.

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