Wangen
Der Traum von der Nationalmannschaft

Mittlerweile hat sie fünf Länderspiele auf dem Buckel und ein Tor - erzielt beim 6:1 über Schottland. Mit jedem Einsatz in der deutschen U15-Nationalmannschaft kommt Melanie Leupolz (15) ihrem sportlichen Ziel einen Schritt näher. Die Argenbühlerin, die in Wangen die Realschule besucht, will später einmal in der A-Nationalmannschaft auflaufen, die in diesen Tagen bei der EM in Schweden auf Titeljagd geht. Erst vor wenigen Tagen absolvierte sie unter Trainerin Bettina Wiegmann ihr bislang letztes Länderspiel (5:1 gegen England). Weitere sollen folgen.

Die Mittelfeldspielerin des TSV Tettnang hat klare Vorstellungen von ihrer fußballerischen Zukunft. «Ich möchte einmal bei einem Bundesligisten spielen!». Um dieses Ziel zu erreichen, ist es sicher nicht verkehrt, wenn in den Notizblöcken von möglichst vielen Talentescouts der Bundesligavereine der Name «Melanie Leupolz» bereits mit einem dicken Ausrufezeichen versehen ist. Diese Aufmerksamkeit hat sich die junge Fußballerin aus Ratzenried im Frühjahr beim U15-Länderpokal verdient.

Der Länderpokal ist ein Casting der besonderen Art. 21 Fußball-Landesverbände schicken ihre Auswahlteams nach Duisburg. Knapp 400 Mädchen aus der gesamten Bundesrepublik wollen sich und ihre Mannschaft in Szene setzen.

Melanie Leupolz gelang das besonders gut: Mit der württembergischen Auswahl wurde sie Turniersiegerin, zudem Torschützenkönigin und gleichzeitig als beste Spielerin des Turniers ausgezeichnet.

Den Fußballplatz quasi direkt vor der Haustür, startete Melanie Leupolz im Alter von fünf Jahren bei den Bambini des TSV Ratzenried ihre Fußballerinnenkarriere. In ihrer Zeit als Jugendspielerin hat sie über die Jahre kaum eine Trainingseinheit verpasst und war meist die Erste auf dem Platz und die Letzte, die den Platz verlassen hat. «Sie war immer schon sehr ehrgeizig und hatte von klein auf eine überdurchschnittliche Technik und Spielübersicht. Auch wenn kein Training angesagt war: Melli war immer auf dem Sportplatz zu sehen. Und an ihrem Fuß war immer ein Ball», erzählt TSV-Jugendleiter Winfried Kirsner.

Bis zur zur C-Jugend spielte sie in Ratzenried - und zwar immer mit und gegen Buben. Danach wechselte sie an den Bodensee. Ihr jetziger Trainer Philipp Meissner ist vom Potenzial und Können seines Schützlings, der 2008 zu den Oberliga-Juniorinnen des TSV Tettnang wechselte, überzeugt. «Bereits in ihrer ersten Saison in der höchsten deutschen Juniorinnen-Klasse hat Melanie als Teamplayerin mit Führungsqualität beeindruckt und maßgeblich zu den Erfolgen der Mannschaft beigetragen», lobt Meissner seine Offensivspielerin.

Vorderer Platz in der Oberliga

«Die erste Saison war schon sehr erfolgreich», zeigt sich Melanie Leupolz zufrieden, um gleich darauf für sich und ihre Mannschaft ehrgeizige Ziele zu stecken: «Ich erhoffe mir jedoch, dass die Saison 2009/2010 noch besser wird. Die Ziele wären natürlich ein guter Tabellenplatz in der Oberliga, ein gutes Abschneiden in der Hallen- und Pokalrunde, eventuell auch Finalsiege. Und wenn es ganz gut läuft, dass wir zur süddeutschen Meisterschaft fahren. Ich denke, unsere Chancen für nächste Saison stehen sehr gut.»

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