Oberstdorf / Burgberg
Der Stolperer eines Kleinhirten löst tragischen Unfall aus

Tragischer Unfall an der Rappenalpe bei Oberstdorf: Bei Reparaturarbeiten an einem Weidezaun auf der hochgelegenen Alpe in der Nähe der Rappenseehütte ist ein 14-jähriger Kleinhirte gestolpert und 40 Meter über steiles Schrofengelände abgestürzt. Der Junge, der aus Burgberg stammt, trug lebensgefährliche Verletzungen davon. Die Bergwacht Oberstdorf musste eine Hubschrauber-Bergung mit der Seilwinde einleiten, damit der Verunglückte zur Behandlung seiner schweren Kopf- und Beckenverletzungen schnell ins Krankenhaus gelangte.

Hirten sind eigentlich trittsicher

Einsatzleiter Andreas Tauser kann sich nicht daran erinnern, dass es in den letzten Jahren einen so schweren Unfall unter Alphirten und deren Helfer gegeben hat. Oberalpmeister Hans Wirth hat ebenfalls keine Kenntnis von solchen tragischen Geschehnissen, obwohl die Oberstdorfer Alpen stellenweise Höhen über 2000 Meter erfassen. Die Alphirten und auch die Kleinhirten seien «alle trittsicher», sagt Wirth. Kleinhirte kann man nach den Worten des Oberalpmeisters schon mit zwölf Jahren werden. Meist stammen die Buben, die dem Alphirten im Bergsommer zur Hand gehen, aus der Landwirtschaft oder sind Kinder von Hirtenfamilien.

Nach Angaben von Bergwacht-Mann Tauser ereignete sich der Unfall in der Nähe des Gedenkkreuzes, wo im Sommer Bergmessen gefeiert werden. An der Stelle, wo sich der Absturz des Buben ereignete, gibt es einen Steilhang mit einer Neigung von 80 Prozent, der dann in weniger steiles, aber felsdurchsetztes Gelände übergeht. Wegen seiner schweren Verletzungen musste der Hirtenjunge noch in der Nacht vom Krankenhaus Kempten ins Zentralklinikum Augsburg verlegt werden.

Nebeldecke erschwert Einsatz

Die Bergwacht Oberstdorf hatte am Wochenende aber noch weitere Einsätze zu verzeichnen. So war ein Bergwanderer am Rossgundkopf im Grenzgebiet von Oberstdorf und Kleinwalsertal gestolpert und mit Verletzungen liegen geblieben. Der Rettungshubschrauber setzte Bergwachtler kurz vor der Nebelgrenze ab, von wo aus sich die Alpinhelfer zu Fuß auf den Weg zum Verunglückten machten.

Von der anderen Seite des Grats kamen ihnen Mitglieder der Bergrettung Kleinwalsertal mit einer Gebirgstrage entgegen. Kurzzeitig öffnete sich dann aber die Nebeldecke und der Hubschrauber konnte doch noch für die Taubergung eingesetzt werden.

Eine weitere Alarmierung der Bergwachtler gab es, weil eine Reisegruppe nach einer Tour in der Breitachklamm bei Tiefenbach ein Mitglied der Gruppe vermisste. Zwei Helfer suchten die Klamm ab. Zwischenzeitlich hatte sich der Mann selbst gemeldet.

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