Stadtrat
Der Steg ist entschieden

Noch einmal zu Debatten führte das Thema Bärensee im Kaufbeurer Rathaus: Ulrike Seifert, Stadträtin der Grünen, wollte die jüngst vom Bauausschuss als Priorität empfohlene Schaffung eines Rundwanderweges mit Hilfe eines Steges von der Liste der Vorhaben streichen lassen, die die Stadt in den nächsten Jahren an dem Stausee vornehmen will. Wie berichtet, müsste für einen Rundwanderweg ein Steg am Südwestufer durch den See führen, weil ein Anwohner nicht bereit ist, Teile seines Grundstückes für einen Fußweg abzugeben.

Zum einen regte Seifert an, dass man etwa Bedürfnisse des Naturschutzes und des Landschaftsschutzes doch gleich in die Planung miteinbeziehen hätte sollen. Zudem fragte sie, warum jetzt der Rundwanderweg samt Steg (sowie auch die Schaffung einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Wertach südlich der Schelmenhofstraße) vordergründige Vorhaben sein sollen.

«Weil es politischer Wille ist», antwortete Oberbürgermeister Stefan Bosse (CSU). Der Bauausschuss habe dies nun einmal einstimmig so beschlossen. Sein Parteifreund Gerhard Limmer ergänzte, dass es doch größere Diskussionsveranstaltungen gegeben habe, bei denen sich alle einbringen konnten. Insofern seien die Belange etwa des Naturschutzes durchaus berücksichtigt.

Bosse wies noch einmal explizit darauf hin, dass die im Haushalt 2011 eingestellten 170000 Euro für die Realisierung des Rundwanderweges nicht ausreichen werden. Das Geld sei eingeplant worden, um im Falle eines Falles mit der Sache beginnen zu können. Letztlich genehmigte der Stadtrat gegen die Stimme von Ulrike Seifert im Grundsatz die im Bauausschuss diskutierten Vorhaben am Bärensee. Priorität haben weiterhin der Rundwanderweg samt Brücke. Dazu kommen noch jene Vorschläge, die Toni Immler, der im Auftrag der Stadt ein Bärenseekonzept erstellt, anregte - wie etwa das Aufstellen von Bänken an schon vorhandenen Wegen, eine bessere Beschilderung, eine Liege- und Spielwiese etwa im Bereich der Seglerhütte sowie Sitzstufen am Ostufer des Gewässers.

Wenn eine konkrete Planung für den Rundwanderweg vorliegt, so Bosse, muss diese erneut durch die Gremien. Es sei also noch nicht das letzte Mal, dass über die Sache geredet werde. Unterdessen hat der Kreisfischereiverein bereits angekündigt, dass er gegen einen Steg mit rechtlichen Mitteln vorgehen werde.

 

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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