Memmingen
«Der Patient steht im Mittelpunkt»

Um Patienten die bestmögliche Behandlung zu ermöglichen, hat das Memminger Klinikum in den vergangenen Jahren vier Organzentren, ein Perinatalzenrum sowie ein Kontinenz- und Beckenbodenzentrum integriert. In zwei Berichten wollen wir die verschiedenen Einrichtungen vorstellen. Im ersten Teil geht es um die zertifizierten Zentren für Darm-, Brust- und Prostatakrebs.

Das Darmzentrum: - Im vergangenen Jahr wurde die Einrichtung als erste in Schwaben von der deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. Seitdem finden dort regelmäßige Qualitätskontrollen statt. «Alle Menschen mit Darmkrebs werden hier individuell versorgt», sagt Oberarzt Dr. Josef Lang. Nach der Diagnose durch den Hausarzt kämen die Patinen ins Darmzentrum. Dort werde nach der richtigen Therapie gesucht. Ob Operation, Strahlen- oder Chemotherapie - für jeden Krebspatienten gebe es die optimale Behandlung. «In wöchentlichen Tumorkonferenzen sprechen verschiedene Fachärzte über die einzelnen Fälle», so Lang. Unter den Ärzten seien Pathologen, Chirurgen, Strahlentherapeuten, Onkologen, Radiologen und Hausärzte. Bis zu 150 Neuerkrankungen werden jährlich im Memminger Darmzentrum behandelt.

Das Prostatazentrum: Auch im Prostatakarzinomzentrum steht der Krebspatient im Mittelpunkt. «Das Zentrum wurde von der urologischen Klinik, der Strahlentherapie sowie zahlreichen Kooperationspartnern gegründet», sagt Professor Dr. Peter Schneede. Im vergangenen November wurde es ebenfalls zertifiziert. «Seither wird unsere Arbeit jährlich geprüft und bewertet», so Schneede weiter. Oftmals seien es Männer über 60 Jahre, die an Prostatakrebs erkranken. 280 Karzinomfälle wurden im vergangenen Jahr in Memmingen behandelt.

Das Brustzentrum: Zusammen mit dem Kaufbeurer Klinikum bildet Memmingen das zertifizierte Brustzentrum Allgäu. Seit 2005 werden hier jährlich etwa 300 Frauen mit Brustkrebserkrankungen behandelt. «Unser Hauptziel ist es, den Patientinnen eine qualitätsgesicherte Therapie anbieten zu können», so Chefarzt Dr.

Felix Flock. Durch ein Netzwerk von Spezialisten unterschiedlicher medizinischer und pflegerischer Fachrichtungen sei diese ganzheitliche Versorgung möglich. Nach der Diagnose beim Frauenarzt werden die Patientinnen im Brustzentrum aufgenommen. In einer Tumor- und einer Mammographiekonferenz beraten die zuständigen Ärzte schließlich über die Therapiemöglichkeiten. Bei allen Tumorkonferenzen dabei ist der Onkologe Dr. Michael Niedermeier. «Für die optimale Behandlung von Krebspatienten ist oft die Kombination unterschiedlicher Therapieverfahren notwendig», sagt der Arzt. Er sei zuständig für die Durchführung der Chemotherapie (siehe Infokasten).

«Pro Monat führe ich bis zu 400 Behandlungen durch.» Die Kooperation zwischen seiner Praxis und dem Klinikum sei etwas Außergewöhnliches in Deutschland. «Denn in der Regel haben alle Organzentren ihre Ärzte im eigenen Haus.»

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