Fuchstal
Der Noten wegen auch nachmittags in die Schule

Positiv überrascht war man Ende des vergangenen Schuljahres in Fuchstal über das große Echo, auf das die «Offene Ganztagsschule» gestoßen war. Seit Mitte September werden von Montag bis Donnerstag im Hauptschulgebäude über 100 Kinder aus praktisch allen Jahrgangsstufen bis 16 Uhr betreut. Als Träger der Einrichtung fungiert der Schulverband Fuchstal.

Geleitet wird das Team der «Offenen Ganztagsschule» von Josef Huber. Er lebt seit 1990 mit seiner Familie im Fuchstal und war Ende 2006 nach über 32 Jahren aus dem Dienst der Bundeswehr ausgeschieden. Im Rahmen seiner Offiziersausbildung absolvierte er ein Pädagogikstudium. Er war ab April dieses Jahres damit beschäftigt, zusammen mit Vertretern der Fördervereine der Volksschule Fuchstal, der Schulleitung und dem Elternbeirat ein Konzept für die offene Ganztagsschule auszuarbeiten, das beim Schulverband auf Zustimmung stieß. Um eine sinnvolle Gruppenbildung zu ermöglichen, führte Huber zu Beginn des Schuljahrs mit jedem Schüler ein Eingangsgespräch, um die persönlichen Zielsetzungen zu erfahren.

Es gehe den Kindern beim Besuch des nachmittäglichen Angebotes vor allem darum, ihre Noten zu verbessern, um das Klassenziel zu erreichen oder je nach Jahrgangsstufe in den M-Zweig oder eine andere weiterführende Schule zu wechseln.

Auch der Erwerb des qualifizierenden Abschlusses wurde als Ziel genannt. «Deshalb steht für mein Team und mich die Hausaufgabenbetreuung und die Vertiefung des Lernstoffes im Vordergrund», so Huber. Eingebunden in die Nachmittage wird auch das Angebot der schulischen Arbeitsgemeinschaften. Als nächsten Schritt will Huber prüfen, wie weit man vom vielfältigen Spektrum der Vereine im musischen, kreativen und sportlichen Bereich profitieren kann. Organisatorisch bereitete zunächst die Platzfrage Kopfzerbrechen, da eigene Räumlichkeiten voraussichtlich erst im September 2010 zur Verfügung stehen.

So sind die drei Gruppen übergangsweise im Foyer der Fuchstalhalle, im Jugendtreff und im Schülertreffraum der Hauptschule untergebracht. Er sei sehr zufrieden, so Huber, dass alle Mitarbeiter an einem Strang ziehen. Zu ihnen gehören neben Ruth Epple, Dagmar Haaf, Heidi Lemm-Kümetepe, Manuela Löffler und Judy Walz auch Gemeindejugendpfleger Moritz Hartmann. Als eigenständigen Geschäftsbereich an der Hauptschule sind Irmgard Anders und Beate Jung für die Zubereitung der Mittagessen verantwortlich. Und nachdem die Einrichtung einer offenen Ganztagsgruppe für die Grundschüler zur Verärgerung der Gemeinde im letzten Moment nicht genehmigt wurde, fungiert hierfür der Förderverein der Schule als Träger. Er beschäftigt unter anderem Susanne Schneider als Betreuerin.

Trotz dieser «bürokratischen Hürden» ist Schulverbandsvorsitzender Erwin Karg mit dem Ablauf zufrieden und stolz darauf, als erste Landkreisgemeinde diese Aufgabe eigenständig ohne Landratsamt zu «stemmen».

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