Der Nachwuchs fehlt

Ermengerst | az | Warum proben die Hausärzte den Aufstand und wollen ihre Kassenzulassung zurückgeben? Dieses aktuelle Thema stellten die Ortsverbände der Grünen in Wiggensbach und Buchenberg in den Mittelpunkt einer Veranstaltung mit der gesundheitspolitischen Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion, MdL Renate Ackermann und Dr. Heinrich Kiechle, Hausarzt in Kimratshofen.

Rasch schrumpfende Honorare bei steigenden Kosten und überbordende Bürokratie drängten die Hausärzte zur Aufgabe. Es gebe keinen Nachwuchs, der die Praxen übernimmt, stellte Dr. Kiechle fest. Die Krankenkassen bräuchten für ihre eigene Verwaltung acht Prozent der Versichertenbeiträge.

Gewinne maximieren

Dagegen stünden für die ambulante hausärztliche Versorgung der Patienten lediglich sechs Prozent zur Verfügung, erläuterte er. Die Zukunft der medizinischen Versorgung würde in die Hände anonymer Konzerne mit firmeneigenen Callcentern gelegt. Versorgungszentren und Krankenhäuser sollen dabei die Patientenversorgung übernehmen und die Gewinne maximieren.

Renate Ackermann berichtete von ihren Anläufen, den drohenden hausärztlichen Versorgungsnotstand in Bayern gegen den Widerstand der CSU auf die Tagesordnung des Landtages zu setzen. 'Wer glaube, hier geht es nur um die Frage der Höhe ärztlicher Honorare, springt zu kurz', so die Gesundheitspolitikerin. Es gehe vielmehr um die Zukunft der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum.

Angebot zur Zusammenarbeit

Landtagsabgeordneter Adi Sprinkart stellte die Bedeutung einer guten wohnortnahen hausärztlichen Versorgung neben dem Erhalt eines wohnortnahen Schulangebotes als lebensnotwendig für die Bevölkerung heraus. Er bot den Hausärzten eine Zusammenarbeit zur Abwehr der Existenz vernichtenden Entwicklungen an.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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