Türkheim
Der Klötzchen-Rekord ist gebrochen

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Es herrschte riesengroße Spannung, als gestern in der Sporthalle des Joseph-Bernhart-Gymnasiums in Türkheim 252519 von 270000 aufgebauten Dominosteinen purzelten, Gebäude und Motive mit sich rissen, eine Kleinstadt in Trümmer legten und mit diesem «Inferno» ganz im Sinne der «Erfinder» den europäischen Schulrekord aus dem Jahr 2008 einstellten.

In sich zusammen fiel in ein paar Minuten ebenfalls eine 22,27 Meter lange Mauer. «Das reicht für einen Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde», verkündete Philipp Zimmermann. Der 18-jährige Buchloer ist Mitglied des fünfköpfigen Organisationsteams. Und voller Stolz fügt er hinzu: «Den Rekord von 15,86 Metern Länge haben wir mit unserem Wall locker getoppt.»

Kaum gesagt, stürzt auch schon mit lautem Rasseln der mit 3,51 Meter bisher höchste Dominoturm ein. Sehr zur Freude der vielen kleinen und großen Schaulustigen, Sponsoren und Schülereltern, die am Rande des Spielfeldes oder von den oberen Rängen das Spektakel der «Falling Stones» verfolgten.

In 15 Minuten war alles vorbei

In gerade einmal 15 Minuten war alles vorbei. «Rolling Stones» brachten die übrigen bunten Klötzchen reihenweise aus dem Gleichgewicht. Weder der Gladiator noch das Brandenburger Tor, noch Jahreszeit konnten sie stoppen. Sie hauten einfach alles um und machten auch vor Musikinstrumenten und schönen Obstmotiven nicht halt.

Als der letzte Dominostein gefallen war und ein Trümmerfeld hinterließ, brach lautstarker Jubel aus, flossen Freudentränen, knallten in der Aula des Gymnasiums die Sektkorken. Dorthin wurde das Spektakel sogar live übertragen. Organisationstalente und Aufbauhelfer lagen sich in den Armen. «Gott sei Dank geschafft, der Schulrekord von 2008 ist eingestellt», brach es aus den jungen Leuten heraus.

An der erfolgreichen Kettenreaktion, die fünf Fernsehteams und zahlreiche Fotografen im Bild festhielten, gab es nichts zu rütteln. Der Türkheimer Notar Andreas Albrecht leistete ganze Arbeit und bestätigte den neuen Schulrekord «mit Brief und Siegel».

Der Urkundsbeamte hatte schon im Vorfeld des Wettbewerbs alle Hände voll zu tun. Er musste prüfen und dokumentieren. Nach dem Klötzchenstaunen war es an ihm, mit dem Organisationsteam die nicht umgefallen Steine zu zählen. 18 225 blieben stehen und mit ihnen ein Teil des römischen Kolosseums und die ägyptische Pyramide. Auch die Dorfkirche und einige Häuser trotzten dem Ansturm der rollenden Steine. Erfolgreich gegen ihren Angriff setzte sich ebenfalls Cäsar zur Wehr.

Ein Jahr Vorbereitungszeit brauchten die Organisatoren und gemeinsam mit etwa 25 fleißigen Aufbauhelfern wurden und 270741 bunte Dominosteine mit ruhiger Hand in zwei Wochen in attraktive Motive und bauliche Wahrzeichen verwandelt. Das war für alle Beteiligten der reine Nervenkitzel. So war es auch kein Wunder, dass am Ende des Türkheimer Dominodays den «Damen und Herren der Steine» eine kiloschwere Last vom Herzen fiel und sie sich jubelnd in den Armen lagen. «Ganz toll, was die jungen Leute in den Ferien auf die Beine gestellt haben» lobten Astrid und Robert Aufmuth das Engagement der jungen Gymnasiasten für ein sinnvolles Freizeitvergnügen.

Voll des Lobes über «ein erfolgreiches und ehrgeiziges Schulprojekt» waren auch Türkheims Bürgermeister Silverius Bihler und die stellvertretende Landrätin des Unterallgäus, Heidi Zacher.

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