Rückschau
Der Katastrophenfall - Memmingen erinnert an den Rekordregen vor zehn Jahren

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'Es hat niedergeprasselt ohne Ende': Stadtbrandrat Hans Hirschmeier ist der Rekordregen noch lebhaft in Erinnerung, der heute vor zehn Jahren, am 5. Juni 2002, große Teile der Memminger Altstadt unter Wasser gesetzt und auch in weiten Teilen des Unterallgäus für beträchtliche Schäden gesorgt hatte.

67 Liter waren seinerzeit innerhalb von nur zwei Stunden pro Quadratmeter niedergegangen. Die Verantwortlichen lösten angesichts der bedrohlichen Lage Katastrophenalarm aus.

Feuerwehrmann Hirschmeier ist in seinen mehr als 40 Dienstjahren bis heute kein vergleichbarer Starkregen untergekommen. 'Eine Wasserfontäne ist mir damals aus einem Gully im Rennweg entgegengespritzt, als ich auf dem Weg zum Einsatz war', erinnert sich Hirschmeier.

Mehr als 600 Hilfeersuchen gingen damals ein: Keller waren überflutet, Unterführungen liefen voll, Bäume stürzten um, in manchen Straßen ergoss sich der Regen wie in Sturzbächen. Zeitweise drohte sogar der Stadtbach über die Ufer zu treten.

Reißender Strom

Nicht weniger gravierend sah es in weiten Teilen des Unterallgäus aus. In Heimertingen beispielsweise stand ein Großteil des südlichen Ortsteils unter Wasser. Der vom Osten kommende, sonst friedliche Waldgraben wurde zum reißenden Strom, der sich im Ort ausbreitete.

Besonders tragisch wirkte sich die Wucht der Wassermassen vor zehn Jahren in Eppishausen aus: Eine 27-jährige Frau, die in einem überfluteten landwirtschaftlichen Anwesen nach ihrem Vater suchen wollte, wurde von einer Wasser-und Schlammlawine weggerissen und ertrank.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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