Natur
Der Garten ohne Chemie

Zur Hochsaison summt und brummt es wieder im Garten – Bienen, Marienkäfer und Co. tummeln sich auf Rosen-, Tomaten- oder Lavendelblüten. Insekten gehören zu jedem Garten wie Sonne und Wasser. Die meisten sind unerlässlich, wenn es um die Bestäubung und damit um die Ausreifung, Vermehrung und Fruchtbildung von Pflanzen geht.

Einige wenige schaden oder unterdrücken allerdings Nutz- und Zierpflanzen. Zum Glück gibt es eine ganze Reihe an Möglichkeiten, Schadinsekten, Pilzbefall und Krankheiten ohne den Einsatz von chemischen Mitteln im Zaum zu halten – ein Fachmann verrät die besten Tricks für umweltschonenden Pflanzenschutz.

Im Frühjahr und Sommer setzen Hobbygärtner und Bio-Kleinbauern alles daran, ihre Balkon- und Gartenpflanzen blühen und gedeihen zu lassen. 'Durch genau auf die Pflanzenart abgestimmtes Düngen und Wässern, zeitiges Umtopfen in Qualitätserde sowie die Wahl des richtigen Standortes können Pflanzen gesund und gestärkt gegen Schädlinge und Krankheiten wachsen', weiß Sebastian Müller, Leiter des toom-Baumarktes in Kempten.

Manchmal lassen sich schädliche Untermieter wie Blattläuse, Trauermücken oder die Rote Spinne trotz sorgfältiger Pflege aber nicht vermeiden. 'Statt direkt zu Insektiziden zu greifen, sollten Pflanzenliebhaber umweltschonendere Alternativen zur Schädlingsabwehr nutzen, die für nützlichen Insekten und andere Tiere nicht gefährlich sind', rät Sebastian Müller.

Zum Beispiel kann man durch Maßnahmen wie Pflanzengemeinschaften, ausgewogene Fruchtfolgen im Gemüsebeet sowie Teiche oder Wasserläufe einen idealen Lebensraum für schädlingsfressende Nützlinge, wie Molche, Erdkröten oder Igel schaffen. Auch das Risiko von Pilzbefall oder die Anfälligkeit der Pflanzen für Krankheiten lassen sich durch vorbeugende Maßnahmen reduzieren.

Infomaterialien helfen Naturfreunden ihre Pflanzen zu schützen, ohne zu chemischen Mitteln greifen zu müssen. Generell gilt bei der Vorbeugung und Behandlung von Pflanzenkrankheiten und Unkraut: Beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist darauf zu achten, dass diese nicht bienengefährlich und zugleich nützlingsschonend sind, im ökologischen Landbau verwendet werden und für Haus und Kleingarten zugelassen sind.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen