Leuterschach
Der Funken als Symbol im Leben

Einen besonderen Gast konnte die Pfarreiengemeinschaft Leuterschach-Wald-Geisenried-Thalhofen kürzlich für die anstehende Firmung begrüßen. Der weit über die Landesgrenzen bekannte brasilianische Bischof Erwin Kräutler spendete 55 Jugendlichen in Leuterschach die Firmung. Ortspfarrer Dr. Heinrich Krowicki, Kirchenpfleger Franz Brenner und Bürgermeister Werner Himmer aus Marktoberdorf begrüßten den weit gereisten Firmspender vor der Messe am Pfarrhof-Vorplatz.

Bischof Erwin Kräutler ist gebürtiger Vorarlberger und seit 1981 Bischof von Xingu, der größten Diözese Brasiliens, flächenmäßig der BRD gleich. Er kämpft seit vielen Jahren für die Rechte der Indios und Benachteiligten. Dafür erhielt er nicht nur zahlreiche Preise, sondern er bekommt auch immer wieder Morddrohungen und überlebte einen Anschlag schwer verletzt.

Nach 2008 ist er bereits das zweite Mal zu Gast in der Pfarreiengemeinschaft. Schon in früheren Jahren war er in der Nachbargemeinde Fechsen, da sein Vorvorgänger in Brasilien der in Fechsen gebürtige Bischof Clemens Geiger war.

Ein halbes Jahr Vorbereitung

Rund ein halbes Jahr hatten sich die Jugendlichen mit Gruppenstunden, Aktionstagen und Ausflügen auf die Firmung vorbereitet. Die Symbolik eines Funkens stand im Mittelpunkt der Messe und damit auch der Wunsch, dass mit der Firmung der Funke des Glaubens überspringe und weitergegeben werde. Bischof Kräutler betonte vor allem, dass es notwendig sei, Feuer im übertragenen Sinn und Begeisterung zuzulassen. Nur dadurch entstehe Bewegung, die aber nicht mit dem Firmtag enden solle. Denn gerade solche von Gott bewegte und geistreiche Menschen brauche unsere Gesellschaft in der heutigen Zeit.

Pate sein kein Statistenamt

Er richtete sich auch an die Paten, die kein Statistenamt ausüben, sondern den Firmlingen Rückhalt und Gesprächspartner sein sollen. Am Ende seiner Predigt beeindruckte der Bischof die große Zuhörerschar, als er sie aufforderte, das Amen seiner Predigt (übersetzt: so möge es sein) gemeinsam zu singen und somit die Einverständniserklärung zum Gesagten zu geben. Auch die rhythmischen Lieder des Chors «Mittendrin» griffen immer wieder die Thematik der Firmung auf. Bei den Dankesworten des Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Reinhard Dittrich kam die Sprache auf die Bücher des prominenten Geistlichen. Gerade eben ist ein neues Werk erschienen, das seine engagierte und gefährliche Arbeit dokumentiert (siehe unten).

Mit einem Stehempfang für alle Gottesdienstbesucher, begleitet von der Musikkapelle Leuterschach, endete der Vormittag.

Info zum Buch: Autor ist Erwin Kräutler, der Titel lautet: «Rot wie Blut die Blumen: Ein Bischof zwischen Tod und Leben», erschienen im Otto Müller Verlag Salzburg, ISBN13: 978-3701311637 (18 Euro).

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