Kaufbeuren
Der Dauerbrenner Fieselplatz

Am Wochenende beginnt die neue Fiesel-Saison in der Kaufbeurer Stadtliga mit einem großen Fragezeichen. Gespielt werden soll weiterhin auf dem Platz am Reifträgerweg, der vom neu gegründeten Verein «Streethockey Kaufbeuren» kürzlich renoviert wurde. Doch noch ist der neue Pachtvertrag mit dem Eigentümer Josef Kreuzer nicht unterzeichnet. Zudem hoffen Kaufbeurens Fiesler mittelfristig doch noch auf eine komplett neue Spielstätte.

Nachdem zuerst der Neubau eines Fieselplatzes im zukünftigen «Wertach-Park» in Aussicht stand, wurde dies aus finanziellen Gründen und auf Antrag des Alpenvereins von der Stadt abgelehnt. Weiterhin gibt es Zusagen von der Stadt, die Renovierung und Unterhaltung des bestehenden Platzes am Reifträger Weg zu fördern (wir berichteten). «Diese Unterstützung würde unser Verein auch gerne in Anspruch nehmen. Problem ist jedoch die noch ungeklärte und teure Entsorgungsfrage bei einem möglichen Abriss des Platzes», sagt der Vorsitzende Florian Pape.

Eigentlich waren sich Verein, Grundstückseigner Josef Kreuzer und Stadt bereits einig, doch bisher wurde noch kein neuer Pachtvertrag geschlossen. Der Verein hat laut Pape im April in Vorleistung bereits die Bande erneuert, da diese keinen sicheren Spielbetrieb mehr zugelassen hätte.

Weiterhin wurde die Überdachung der Spielerbänke renoviert. Im direkten Umfeld des Streethockeyplatzes wurden insgesamt vier LKW-Ladungen Müll und illegal abgeladene Gartenabfälle entsorgt. Mit Hilfe des THW Ortsverbandes Kaufbeuren wurden mehrere morsche Bäume und Äste gefällt, um die Sicherheit der Spieler und Zuschauer zu gewährleisten.

«Weiterhin hat der Verein zugesagt, die bisherige Pacht zu verdoppeln, damit Rücklagen für einen Abriss des Platzes gebildet werden können», so Pape. Dazu übernehme der Verein die Instandhaltung und die Kosten für den laufenden Betrieb des Platzes. Nach weiteren Gesprächen mit der Stadt und Josef Kreuzer soll der Pachtvertrag bis spätestens zum Saisonbeginn am 9. Mai unterzeichnet werden. «Falls nicht, müssten wir kurzfristig auf andere Spielflächen ausweichen. Entsprechende Notfallplanungen bestehen hierzu bereits», so Pape.

Die Stellungnahme des Bauausschusses, dass der Neubau eines Platzes für den Verein kein Thema mehr sei, wollen die Fiesler so nicht bestätigen. «Wir verstehen, dass die Stadt derzeit nicht die finanziellen Möglichkeiten hat. Mittelfristig muss der Neubau eines ligentauglichen Streethockeyplatzes in Kaufbeuren aber weiterhin verfolgt werden», sagt Pape. «Eine Spielstätte mit Umkleidekabinen und sanitären Anlagen wäre für die Entwicklung der Sportart und insbesondere für den Bundesligaspielbetrieb sowie für die Ausrichtung von bundes- oder europaweiten Turnieren zwingend notwendig.» Das Thema Fieselplatz bleibt also in Kaufbeuren ein Dauerbrenner.

streethockey-kaufbeuren.de

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