Der Auerberg bewegt die Bürger

Bernbeuren | fis | Die Aufstellung eines Bebauungsplanes für den Auerberg erregt die Gemüter in Bernbeuren und Umgebung. Ehe konkrete Pläne vorgestellt wurden, protestierten Gegner des Vorhabens und gingen mit ihren Anliegen in die Öffentlichkeit. Das Thema wirkte sich auch auf die Bürgerversammlung der Gemeinde Bernbeuren aus. Die Auerberghalle war gefüllt wie selten zuvor.

Der vorläufige Bebauungsplan diene als 'Diskussionspapier' und Vorlage, um ins Gespräch zu kommen, sagte Bürgermeister Heimo Schmid. Aus dem Entwurf sollten Ergebnisse kommen. Der rechtliche Weg, Anregungen und Bedenken zu äußern, sei mit dem Aufstellungsbeschluss geebnet. Es sei verständlich und zu begrüßen, wenn sich Diskussionen ergeben, so Schmid. Allerdings übte er schwere Kritik an der Tatsache, dass er als Bürgermeister über stattgefundene Aktionen nicht informiert oder dazu eingeladen worden war. Argumentationen pro und kontra weiterer Entwicklungen werden so in eine einseitige Richtung gelenkt. Auch der Gemeinde gehe es darum, die Belange von Historie und Zukunft zu verbinden. Die Faktoren Wirtschaftskraft und Tourismus sollen bei den Planungen damit in Zusammenhang gebracht werden. Die angestrebte Schaffung von Unterkünften und Parkplätzen soll in verträglichem Rahmen geschehen. Alle Bürger sollen die Möglichkeit für Anregungen und Bedenken haben. Damit könne ein repräsentatives Meinungsbild im Konsens mit der Gemeinde entstehen. So bereitete der Gemeinderat jetzt ein Fragebogen für eine freiwillige Meinungsumfrage vor. Bei der Kommunalwahl sollen sich die Bürger dadurch zum Thema äußern können. Dabei können sie sich entweder gegen eine weitere Bebauung, für eine reduzierte oder für eine 'sinnvolle Erweiterung' bestehender Gebäude aussprechen.

Risiken übernommen

Auch Auerberg-Besitzer Christian Weissinger meldete sich zu Wort. Es liege ihm am Herzen, die Dinge einvernehmlich aufzuarbeiten, ohne dass etwas am Auerberg zerstört werde. Er erinnerte an die Suche nach einem Investor nach der Schließung des Gasthofs vor wenigen Jahren. Er habe Investitionen und Risiken übernommen und dabei stets klare Linien und ein klares Konzept verfolgt. Dies sei immer in Absprache mit der Gemeinde geschehen, der Bebauungsplan sei ein Produkt aus Planungen und Beratungen mit vielen Instanzen. 'Auch der Auerberg hat zwölf Monate,' erinnerte Weissinger an die Zeiten, an denen Gäste fernbleiben. Mit erweitertem Angebot, Hochzeiten, Kurzurlaub und Übernachtungsmöglichkeiten könne man diese Zeiten überbrücken. Deshalb sei die Erweiterung für das wirtschaftliche Weiterkommen der Gastronomie notwendig. 'Die Gemeinde sucht mit ihnen zusammen eine Lösung für die Zukunft des Auerberges,' lautete sein Appell zu einem sachlichen Umgang, um einseitige Argumentationen hinter dem Rücken der Betroffenen zu verhindern.

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