Den Rhythmus liefert die Musikmaschine

Hirschegg/Kleinwalsertal l ös l Standen da auf der Bühne im Hirschegger Walserhaus Musiker oder Bastler? Wohl beides in einem - auf jeden Fall aber begnadete Künstler. 'Stahlbergerheuss' präsentierten sich als Garant für Finger- und Sprachfertigkeit. Und das im mehrfachen Sinne.

Stefan Heuss, augenscheinlich ein wahrer Tausendsassa im Bastelraum, war seine Liebe zu den von ihm zusammengeklebten und angeschraubten Musikmaschinen geradezu auf die Stirn geschrieben. Mit Heimwerker-Glamour in Vollendung bestückte Heuss die Bühne. Er selbst fand seinen Platz als begnadeter Bühnen-Clown. Seine aus Bau- und Hobbyzutaten und einer Menge Altmetall kreierten 'Instrumente' machten das, was sie sollten: Rhythmus, musikalische Experimente und viel Spaß beim Hinschauen. Partner Manuel Stahlberger war es, der dem Programm seine Songs einverleibte. Tief in die Beziehung zu Geliebten, Nachbarn oder Prominenten blickend, mischte er Wort für Wort seine eigenen poetischen Gesangsgeschichten.

Rasant gesprochener Dialekt

'Stahlbergerheuss' sangen im Walserhaus über den George Clooney aus Altstätten, über Spaghettiplausch und Architekturfotografen oder über Enten und Schwäne und den Mister Schweiz. Alles im Schweizer Dialekt, rasant gesprochen und gesungen. Wenn dabei so mancher Zuhörer Einigem sprachlich wohl nicht folgen konnte, so war das dann nicht all zu schlimm. Da blieb dann Gott sei Dank mehr Zeit für das Bestaunen der einzigartig unterhaltsamen Musikmaschinerie.

Ohne Kompressor wäre die Bühne gar verweist geblieben. Das Herzstück des ausgeprägten Bastelkellers übernahm mit Heussscher Steuerung den Dirigentenstab: Für die Reifen-Hebebühne, die Pingpong-Kanone, das Abflussrohr-Didgeridoo oder auch den Pressluft-Rhythmusgeber. Irgendwie gewährten die prämierten Schweizer Unterhalter einen grandiosen Einblick in ihren ganz privaten Bastelraum, aber genau so in die Tiefen der Seele.

So wie alle Gerätschaften ineinander griffen, so verzahnten sich Stahlberger und Heuss bei ihren Duetten. Kleinkunst ganz groß, das ist das Resümee eines unterhaltsam fröhlichen Abends im Walserhaus.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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