Kaufbeuren
Dem großen Ziel wieder ein kleines Stück näher

Um weitere 2200 Euro füllte sich der Spendentopf für das Kaufbeurer Stadtmuseum bei einer Benefizveranstaltung am Samstag. Damit ist der Freundeskreis Stadtmuseum Kaufbeuren dem selbst gesetzten Spendenziel von 500000 Euro wieder ein Stück näher gekommen. Bisher kamen etwas über 330000 Euro zusammen.

Die Gäste in dem gut gefüllten Stadtsaal erlebten ein kurzweiliges Programm als «Hommage an die fünfte Jahreszeit», wie Hans-Georg Kugler, Schatzmeister des im Jahr 2003 gegründeten und etwa 280 Personen zählenden Freundeskreises, in seiner Begrüßung ausführte. Kugler hatte in seiner Begrüßung nicht zu viel versprochen, als er einen «unterhaltsamen und vor allem lustigen Abend» vorhersagte.

Dafür sorgten «DSchoinaschnätterer» unter Leitung von Markus Holy mit kurzen Sketchen und die Gruppe «Blechragu», die den Abend sehr gekonnt musikalisch gestaltete. Die Vollblutmusiker unter Leitung von Georg Ried erhielten tosenden Applaus.

Geboten wurden dem Publikum an diesem Abend aber nicht nur leichte Unterhaltung, sondern auch informative Blicke in die Kaufbeurer Geschichte. Obwohl das Filmdokument «Kaufbeurer Faschingsexpress von 1951 bis 1995» ursprünglich erst zum 60-jährigen Bestehen des gleichnamigen Vereins in diesem Jahr uraufgeführt werden sollte, kamen die Besucher im Stadtsaal bereits jetzt in den seltenen Genuss einer echten Premiere. Viele bekannte Gesichter sah man in dem Zusammenschnitt aus alten Schwarz-Weiß- und Farbfilmen. Benno Siegel überspielte mit launigen Bemerkungen gekonnt den fehlenden Ton zum Film.

Nach der Pause gestatteten die Leiterin des Stadtmuseums, Dr. Astrid Pellengahr und Jürgen Kraus (Freundeskreis-Schriftführer) einen Blick auf eine der vielen Kostbarkeiten des Stadtmuseums. In einem ausgesprochen lebendigen Vortrag stellten sie die sogenannte Schropp-Rolle vor. Der Kaufbeurer Konditormeister Andreas Schropp ließ auf dieser zwölf Meter langen und zehn Zentimeter hohen, in einem Kasten gelagerten und mittels zwei Handkurbeln zu bewegenden Papierrolle Szenen des närrischen Treibens in Kaufbeuren zwischen 1815 und 1849 durch Aquarelle und Beschreibungen lebendig werden.

Die Benefizveranstaltung war nur eine von vielen, die der Verein seit Jahren auf die Beine stellt. Weitere werden folgen, zum Beispiel ein Museums-Sommerfest noch in diesem Jahr. Dem Freundeskreis ist es dabei nicht nur wichtig, Spenden zu sammeln, sondern auch das Stadtmuseum in den Köpfen der Bürger lebendig zu halten. «Sie sind das Volk,» rief Kugler den Kaufbeurern in Anlehnung an eine große Zeit deutscher Geschichte zu.

Die Hoffnung auf eine baldige Wiedereröffnung des Stadtmuseums spiegelte sich auch in den Präsenten für die Akteure, die ohne Gage auftraten, wieder - sie erhielten Freikarten für das Museum «gültig bis zwölf Monate nach Wiedereröffnung».

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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