Daumendrücken fürs Derby: Die Spannung steigt

Von Mischa Miltenberger und Doris Mayr
| Füssen/Kaufbeuren Die Eishockeyfans in der Region können es kaum erwarten: Am morgigen Sonntag steigt Teil eins von mindestens sechs Allgäu-Derbys in der Oberliga. Um 18 Uhr empfängt der EV Füssen den ESV Kaufbeuren in der BLZ-Arena. Die AZ hat die wichtigsten Fakten rund um das brisante Duell zusammengetragen. Nicht berücksichtigt sind die Spiele vom Freitag.

Der Saisonstart Der EV Füssen ist mit einer weißen Weste gestartet: Vier Spiele - vier Siege. Ihre erste Niederlage kassierten die Leoparden dann beim Tabellenführer Starbulls Rosenheim. Auch das «kleine» Derby gegen Peiting konnte der EVF nicht gewinnen. Der ESVK hat sich nach der 1:5-Auftaktpleite gegen Rosenheim sofort gefangen und im Anschluss fünf Siege in Folge erzielt. Bemerkenswert ist die Auswärtsstärke. Auf fremdem Eis gaben die Joker noch keinen Punkt ab.

Die Neuzugänge Nach dem Abgang von Garrett Festerling hat der EVF starke Spieler geholt. Der bekannteste ist Doug Orr, Neffe von Eishockey-Legende Bobby Orr. Mit Routinier Michel Maaßen sorgt der Stürmer regelmäßig für Treffer. Positiv auf den Punktestand wirkt sich auch der Kanadier David Burgess aus.

Ricky Helmbrecht wurde als Hoffnungsträger für die Defensive geholt. Torwart Thomas Zellhuber glänzte in den ersten Spielen mit tollen Paraden. Auf Kaufbeurer Seite ist Torwart Leo Conti nach leichten Startschwierigkeiten eine Bank. Daniel Rau und Emil Ekblad verleihen mit ihrer Erfahrung der Defensive mehr Stabilität. Der kanadische Stürmer Kevin Saurette hatte zwar bisher Pech im Abschluss, gab aber schon sechs Torvorlagen. Gut eingeführt hat sich Bullyspezialist und Routinier Derek Switzer.

Die Stärken Der EVF ist zu Hause sehr stark und geht von Anfang an mit hohem Tempo ins Spiel. Zudem spielt die Mannschaft sehr offensiv. Zu den Stärken gehört außerdem die gute Chemie innerhalb des Teams - jeder Mannschaftsteil erfüllt seine Aufgabe. Der ESVK spielt sehr diszipliniert.

Die Folge sind wenig Strafzeiten und wenig Gegentore. Zudem sind drei Sturmreihen torgefährlich. Alle engen Partien entschieden die Joker für sich.

Die Schwächen Die Defensivarbeit des EVF ist nicht die beste. Deshalb kassieren die Leoparden zu viele unnötige Tore. Mit einem Altersdurchschnitt von 20 Jahren hat der EVF ein sehr junges Team. Der ESVK betreibt noch zu viel Aufwand für zu wenig Ertrag. Die Joker sind im Abschluss zu verspielt.

Die Personalsituation Bis auf zwei Ausnahmen kann Trainer Dave Rich auf den vollen Kader zurückgreifen. Verletzt sind nach wie vor Torwart André Irrgang und Matthias Ziegler, der sich am Dienstag beim Training einen Muskelfaserriss zugezogen hat. Hinter dem Einsatz einiger Kaufbeurer Spieler stehen Fragezeichen.

Manuel Wintergerst, Bastian Hitzelberger und Jordan Webb waren zuletzt krank, Benjamin Röhling verletzt.

Die bisherigen Duelle In 14 Oberligaspielen gab es neun Siege für den ESVK und fünf Siege für den EVF.

Die Prognose Füssen war in der Vorsaison der Derby-Dominator mit 3:1-Siegen, gewann dabei beide Heimspiele. Also liegt ein leichter Vorteil beim Gastgeber.

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