Dauerbrenner Verkehr

Kaufbeuren | avu | Die Grünphasen an den Ampeln seien an einigen Übergängen einfach zu kurz, kritisierte ein Besucher bei der Bürgerversammlung. Als Beispiele nannte er die Lichtzeichenanlagen am Jakob-Brucker-Gymnasium und an der Kreuzung Ganghofer Straße/Johannes-Haag-Straße. Während Schüler die Grünphasen häufig einfach ignorierten, hätten Senioren und Menschen mit Behinderungen Schwierigkeiten die Straße überhaupt zu queren.

Es gebe bundesweit gültige Richtlinien für Grünphasen, so der städtische Referatsleiter Dr. Gert Peter Strunk. Diese bezögen auch Einschränkungen etwa von Senioren mit ein. Es gelte aber, dass Fußgänger immer bei Grün losgehen dürfen und selbst bei einem Wechsel auf Rot immer eine ausreichende Zeitreserve bestehe, bevor die Autos wieder losfahren. Oberbürgermeister Stefan Bosse verwies auf die Zwänge, die sich aus den Schaltintervallen ergäben. So seien die meisten Ampeln mit dem Busverkehr oder Kreuzungen 'vertaktet'.

Einmal mehr brandete die Sorge um einem möglichen Ausbau des Petersruhweges als weitere Verbindungsstraße zwischen Neugablonz und Kaufbeuren auf, wie sie einst von einem WIN-Stadtrat gefordert worden war. Er sei jedoch ein wichtiger Weg für viele Spaziergänger, eine Unterschriftenliste gegen diesen Plan liege nach wie vor bei der Stadt. Bosse konnte die Ängste entkräften. Ein Ausbau des Weges sei nicht geplant, würde allenfalls den Leinauern nutzen, die dann vom Durchgangsverkehr befreit würden. Denn der Weg von Neugablonz über die Josefsthaler Straße zur Mindelheimer Straße in die Stadt sei kaum länger.

Der ÖPNV ist ein Dauerthema bei Bürgerversammlungen. Ein Besucher kritisierte die fehlende Abstimmung zwischen Bus- und Bahnfahrplänen. Seine Erfahrung als München-Pendler: Häufig führen ihm Züge am Bahnhof vor der Nase weg. Manche Busfahrer wüssten dies und gäben Gas, andere eben nicht. Bosse konnte ihm wenig Hoffnung machen. Ein Verkehrsplaner habe sich im Auftrag der Stadt dieses Problems angenommen und sei zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Vertaktung nicht möglich sei. Die Stadt habe dem Experten nun den Auftrag erteilt, wenigstens in den Kernzeiten morgens und abends eine bessere Vernetzung zu prüfen. 'Sehr optimistisch bin ich aber nicht', so Bosse, der das Heil eher in individuellen Lösungen wie dem Anrufsammeltaxi sieht.

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