Kempten
Datenfeldweg wird zur Autobahn

Eine Nachricht, auf die der Kemptener Norden seit langem sehnlichst wartet: Für Ursulasried und Leubas sind leistungsfähige Internetzugänge bald Realität. Gestern erhielt der regionale Telefon- und Internetanbieter M-Net offiziell den Auftrag, das Areal zu erschließen. Acht Verteilerstandorte sollen in dem Gebiet errichtet werden. Die Datenübertragungsrate werde dadurch auf ein Vielfaches des bisherigen Angebots erhöht.

Geradezu eine «Blockade» sei der mangelhafte Anschluss des Gewerbegebiets Ursulasried ans weltweite Datennetz gewesen, sagte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer in einem Pressegespräch. Bisher ist ein Knoten am Brodkorbweg die nächstgelegene «Versorgungsstation». Jetzt wird die Infrastruktur für das Gewerbegebiet und die Bürger in Leubas ausgebaut.

Breitbandintensive Dienste wie Bezahl-Videos sollen künftig in dem Bereich genauso möglich sein wie professionell ausgestattete Heimarbeitsplätze. Spätestens März sollen die Arbeiten beginnen. Noch innerhalb des ersten Halbjahrs 2010 sollen Geschwindigkeiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde bereitstehen: ein Quantensprung im Vergleich zum bisherigen Angebot von 128 Kilobit.

Pilotprojekt in Schwaben

Rund 300000 Euro steckt M-Net in diese Aufrüstung, erklärte Geschäftsführer Dr.Hans Konle. Verteilerkästen, wie sie in Ballungsräumen zum Stadtbild gehören, werden dazu installiert. Darin ist die Übertragungstechnik samt Klimaanlage und Stromversorgung untergebracht.

Finanzielle Unterstützung kommt für die Stadt aus dem bayerischen Konjunkturpaket beziehungsweise der Breitbandinitiative. Als erstem Fördergebiet in Schwaben hat die Regierung für Ursulasried/Leubas den Geldhahn aufgedreht. Rund 50000 von 70000 Euro städtischem Anteil schießt der Freistaat zu. «Das ist natürlich der Kick, dass das Projekt jetzt umgesetzt werden kann», meinte Michael Lucke, Geschäftsführer des Allgäuer Überlandwerks.

Das AÜW - zu knapp zehn Prozent beteiligt an dem Internetanbieter - ist bei dem Projekt Partner von M-Net. Der Energieversorger wird mehrere Kilometer Glasfaserkabel verlegen, die er dann an den Internet-Versorger vermietet.

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