Special Wirtschaft im Allgäu SPECIAL

Hochland-Schließung
«Das war ein Kampf um jeden Euro»

Zum 1. Februar wird das Kemptener Hochland-Werk an der Straße nach Ahegg geschlossen. Die Verhandlungen zwischen Arbeitnehmervertretern und Unternehmensleitung mündeten in einen Sozialplan. Die verbliebenen 70 Mitarbeiter werden für ein Jahr in einer Qualifizierungsgesellschaft aufgefangen. Von einem «harten Kampf um jeden Euro», sprachen die Vertreter der Beschäftigten und der Gewerkschaft nach den Verhandlungen. Jetzt setzen sie ihre Hoffnungen auf die Transfer-Gesellschaft.

Erst nachdem ein externer Schlichter eingeschaltet wurde, kamen die Verhandlungen zu einem Ende. «Die Hochland-Führung war anfangs sehr zugeknöpft. Das Ergebnis hält sich im Rahmen», beurteilt Peter Schmidt, Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) den Ausgang. Zu einer ähnlichen Bewertung kommt Betriebsratsvorsitzender Thomas Fickert. Beide hoffen, dass durch die individuellen Qualifizierungen in der Transfer-Gesellschaft, die mit der Agentur für Arbeit durchgeführt werden, die 70 Beschäftigten wieder eine Stelle finden. Ansonsten wäre es für die Mitarbeiter mit einem Altersdurchschnitt von 52 Jahren schwer, wieder am Arbeitsmarkt unterzukommen.

Enttäuscht zeigten sich Schmidt und Fickert darüber, dass Hochland nicht mehr Beschäftigte übernommen habe. «Die anfänglichen Versprechungen waren nur Lippenbekenntnisse», so Schmidt. Von den ursprünglich 80 Mitarbeitern seien nur drei in Heimenkirch oder Schongau untergekommen. Richtig wütend macht Fickert, dass den Schwerbehinderten nicht eine Stelle angeboten worden sei: «Und das bei weit über 1000 Arbeitsplätzen und vielen Leiharbeitern. Da hat Hochland keine soziale Verantwortung gezeigt», schimpft er.

Dazu heißt es aus der Führungsebene von Hochland, dass «nur eine Handvoll freier Stellen vorhanden war». Und diese seien auch in Kempten ausgeschrieben worden. Wie es mit der Immobilie weitergeht, ist derzeit noch offen: «Wir sind in Verhandlungen mit mehreren Interessenten», heißt es aus der Zentrale in Heimenkirch.

 

 

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