Das wäre der Todesstoß für uns

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Buchloe/Bad Wörishofen l ara/maf l Bisher hat die Diskussion um ein Gymnasium in Buchloe die Beruflichen Schulen in Bad Wörishofen wenig tangiert. Jetzt allerdings beunruhigen die neuesten Nachrichten, dass der Gennachstadt eventuell eine Fachoberschule zugesprochen werden soll (wir berichteten), sowohl Wörishofens Bürgermeister Klaus Holetschek als auch Schulleiter Ernst Schönhaar. 'Bei aller Wertschätzung habe ich für solche Diskussionen kein Verständnis', so Holetschek, der anmahnt, die interkommunale Arbeit auch ernst zu nehmen. Man könne bei einer derzeit geordneten Schullandschaft nicht ein Projekt ins Auge fassen, das klar zu Lasten anderer Kommunen gehe. Holetschek sieht sich auch als starken Verfechter des Gymnasiums Türkheim.

Ernst Schönhaar verdeutlicht die Problematik: 'Derzeit besuchen 84 Schüler unsere Fachoberschule mit der Fachrichtung Wirtschaft und Recht. Brechen uns die rund 20 Prozent Schüler aus dem Ostallgäu und benachbarten Ortschaften weg, sind unsere Klassenstärken mit derzeit 23 Jugendlichen massiv in Gefahr, sprich, das wäre unser Todesstoß.' Auch eine andere Fachrichtung in Buchloe würde nach Meinung des Schulleiters wenig ändern. 'Viele Entscheidungen werden nicht ausschließlich nach der Fachrichtung, sondern eher nach der Erreichbarkeit der Schule getroffen. Schließlich kann ja später jeder alles studieren', so Schönhaar.

Die Nachricht, dass für Buchloe unter Umständen auch eine Fachoberschule ins Auge gefasst wird, habe den Schulleiter ebenso überrascht wie den Bürgermeister. Beide hätten erst aus der Zeitung davon erfahren.

'Es war wirklich ein Schlag ins Gesicht', so Schönhaar, der inzwischen bereits mit dem zuständigen Ministerialbeauftragten ein Gespräch führte und sich auch mit den benachbarten Fachoberschulen in Landsberg und Kaufbeuren abgesprochen habe.

Bürgermeister Klaus Holetschek habe sich ebenso sofort an den Schreibtisch gesetzt und ein Schreiben an den Unterallgäuer Landrat Hans-Joachim Weirather sowie an den zuständigen Landtagsabgeordneten Franz Pschierer verfasst. Beide bat Holetschek, klar Position für Bad Wörishofen zu beziehen. Die Fachoberschule vor Ort sei unter starken Geburtswehen geboren worden und dürfe jetzt nicht gefährdet werden.

Buchloes Bürgermeister Josef Schweinberger favorisiert nach wie vor ganz klar die Errichtung eines Gymnasiums in Buchloe. 'Das ist unser erstes und größtes Ziel.'

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