Theater
Das Volksstück Die Judenbank geht im Stadttheater Kempten unter die Haut

'Mein Leben war wie der Schaum auf einem abgestandenem Glas Bier. Die Hoffnung, die man mal gehabt hat, ist irgendwann in sich zusammengefallen', sagt Dominikus Schmeinta. Er leidet an Myoparese, einem Muskelschwund, und ist in der Heilanstalt gelandet.

Die Nazis haben die Welt in Schieflage gebracht. Die große, wie die kleine. Während Rommel auf Afrika-Feldzug ist, passieren in Schmeintas süddeutschem Heimatdorf schlimme Dinge wie Verrat, Ehebruch, Suizid. Und plötzlich steht auf Schmeintas Lieblingsbank, von der von aus er die ein- und ausfahrenden Züge beobachten kann, 'Nur für Juden'.

Aber Schmeinta ist kein Jude, in seinem Dorf gibt es keinen einzigen. So kämpft er dickschädlig um sein 'Sitzgewohnheitsrecht'. Ein fabelhafter, tiefgründiger und tragikomischer Text ist das Ein-Personen-Volksstück 'Die Judenbank' des Marktoberdorfer Autors Reinhold Massag (1943 – 1999). Und er ist eine Herausforderung für einen Schauspieler. Wolfgang Seidenberg meisterte sie im Theater in Kempten (TiK) beeindruckend.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Dienstagsausgabe unserer Zeitung vom 23.02.2016 auf der Seite Allgäu-Kultur.

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Autor:

Michael Dumler aus Kempten

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