Füssen
Das Türmchen hat es ihm angetan

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«Es hat ein Türmchen.» Wer in die Augen von Norbert Dietz blickt, dem scheint ein Stück kindlicher Freude entgegen. Seit über 20 Jahren packt den 44-jährigen Füssener die Begeisterung, wenn er durch die Von-Freyberg-Straße läuft. Sein Objekt der Begierde: Ein über 100 Jahre altes Haus - mitten in der Stadt und etwas ganz Besonderes: Es hat ein markantes Türmchen. Jetzt ging sein Traum in Erfüllung: Zusammen mit Ehefrau Ingrid Kersch hat er das Haus gekauft. Es soll nach Originalplänen restauriert werden.

«Eigentlich ist das gar nicht mein Geschmack, aber es hat einfach unglaublich viel Charme», sagt der Unternehmer aus Füssen. «Und», ergänzt seine Frau Ingrid, «es ist eines der letzten großen Grundstücke mitten in der Stadt.» Und genau dieser Garten mit seinen alten Bäumen ist ganz nach dem Geschmack der beiden Töchter: «Wir haben einen super Klettergarten», verrät die siebenjährige Hannah und plant mit ihrer zwei Jahre älteren Schwester Marina bereits ein Baumhaus hoch oben in den Wipfeln.

Bis auf die Grundmauern

Derweil haben die Eltern alle Hände voll zu tun: «Eigentlich muss hier alles bis auf die Grundmauern renoviert werden», erklären sie. Denn die letzte große Renovierung sei über ein halbes Jahrhundert her.

Einfach drauf los werkeln geht bei einem solchen Objekt aber nicht: Denkmalschutzauflagen müssen beachtet werden. «Da hatten wir bislang aber keine Schwierigkeiten, weil wir das Haus ohnehin wieder in den Originalzustand versetzen wollen», erklärt Ingrid Kersch.

Nachdem sie mittlerweile grünes Licht von der Denkmalpflege für die Umbauten bekommen haben, wird im nächsten Schritt die Statik des Turms geprüft. Dann folgen Fenster, Putz und Farbe. «Zum Winter muss das Dach dicht und die Fenster müssen gesetzt sein», lautet ihr Ziel.

Bis dann auch innen alles fertig ist, wird es wohl Pfingsten werden - «wenn alles glattgeht», sagt Ingrid Kersch realistisch. «Am Ende soll außen alles aussehen wie damals - innen soll es aber modern werden», so ihr Plan.

«Zimmer gibt es im Turm übrigens nicht - das wollen fast alle von uns wissen», verrät die 39-Jährige. Denn schließlich sei der Turm damals nur errichtet worden, damit das Haus prächtiger erscheint, ergänzt ihr Mann.

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