Das Spiel mit der Stimme

Von Benjamin Schwärzler | Lindenberg Schneller als erwartet erlebt der Lindenberger Poetry Slam seine zweite Auflage: Nach der gelungenen Premiere im Oktober mit 15 Teilnehmern und über 100 Besuchern haben die Organisatoren Michael Otto (19) und Elias Angele (17) sich dazu entschlossen, bereits am 1. Februar den nächster Dichterwettstreit folgen zu lassen. Beginn ist um 19 Uhr im Musiksaal des Lindenberger Gymnasiums.

'Wir haben durchwegs positive Reaktionen bekommen', sagt Michael Otto im Rückblick auf den ersten Poetry Slam. Der war damals ein Versuch, ein Experiment mit vielen Unbekannten. Denn die beiden Gymnasiasten wussten selbst nicht so recht, wie ihre Idee im Westallgäu ankommen würde. Eine Plattform wollten sie schaffen, auf der Hobbydichter und Schriftsteller ihre eigenen Texte präsentieren können. Verpackt wurde das ganze in einen Wettbewerb, der nach dem Wunsch der Organisatoren allerdings nicht im Vordergrund stehen soll. 'Auch wenn es einen kleinen Preis gibt: Es soll nach wie vor ein Forum für Autoren sein', sagt Elias Angele. Das Konzept funktionierte.

Für den zweiten Poetry Slam haben sich die beiden Freunde einige Neuerungen einfallen lassen: Die Vortragszeit wurde von sieben auf fünf Minuten verkürzt. Außerdem wird es ein echtes Finale geben, in dem die vier besten Teilnehmer nochmals gegeneinander antreten werden. 'Am besten mit einem Zweitwerk', sagen die beiden.

Auch das Bewertungssystem wurde leicht verändert. Es gibt eine neue dreiköpfige Fachjury, die durch vier Personen ergänzt wird, die am Veranstaltungsabend zufällig aus dem Publikum ausgewählt werden. So soll ein gewisser Querschnitt erreicht werden. Denn beim vergangenen Dichterwettstreit reichte das Alter das Anwesenden von 15 bis über 60 Jahre.

Die beiden Organisatoren haben lange überlegt, ob sie selbst wieder mitmachen wollen - zumal sie im Oktober die Plätze 1 und 2 selbst belegt hatten. Die Liebe zum Schreiben und Vortragen hat sie dazu bewogen, erneut anzutreten. 'Wir wollen uns das nicht nehmen lassen', sagt Elias Angele.

Einen kleinen Tipp haben die Jugendlichen, wie die Teilnehmer die Wirkung ihrer Texte noch steigern können: 'Nicht nur vorlesen, sondern auch vortragen', raten sie. Das Spiel mit der Stimme sei ebenso wichtig wie Gestik und Mimik. Allerdings sagen sie auch: 'Wir wollen niemandem Vorgaben machen.' Wer Lust habe, der soll mitmachen: egal ob Schüler oder Berufstätiger, ob aus Lindenberg oder Gestratz, ob 17 oder 77 Jahre alt. Jeder Teilnehmer sei willkommen.

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