Festspiele
Das Programm der Bregenzer Festspiele wird im Sommer 2012 schmaler

Nachdem das Spiel auf dem See 2011 weniger Einnahmen brachte als die Opernproduktionen in den Jahren zuvor, haben sich die Verantwortlichen entschieden, den 'Gürtel etwas enger zu schnallen', wie kaufmännischer Direktor Michael Diem schon nach der vergangenen Saison ankündigte.

Bei der Programmvorstellung für 2012 wurde deutlich, in welchen Sparten gespart wird. Demnach gibt es etwas weniger "Kunst aus der Zeit", wie die zeitgenössische Schiene der Festspiele heißt. Vor allem aber steht das Schauspiel auf der Kippe. Mit unverändertem Engagement konzentrieren sich die Bregenzer aber weiter auf die Oper als ihr Kernthema.

Während auf dem See erneut das Revolutionsdrama "André Chénier" von Umberto Giordano gegeben wird, ist für den großen Saal im Festspielhaus der Science-Fiction-Roman „Solaris“ von Stanislaw Lem als Musiktheater in Auftrag gegeben worden. Der deutsche Komponist Detlev Glanert schreibt derzeit an den letzten Takten.

Theater wird es bei den Bregenzer Festspielen 2012 nur geben, wenn sich bis Ende des Jahres Sponsoren finden, die die Finanzierung sichern. Bisher standen zwei bis drei Schauspiele im Festivalprogramm. Es handelte sich jeweils um Gastspiele namhafter Häuser wie des Schauspielhauses Wien, des Deutschen Theaters Berlin oder des Hamburger Thalia Theaters.

Die Schwerpunkte der Bregenzer Festspiele bleiben unverändert: Bei den Orchesterkonzerten stehen Werke von Detlev Glanert (geboren 1960) und von Anton Bruckner (1824 – 1896) im Mittelpunkt. Nach Judith Weirs 'Achterbahn' wird 2012 Detlev Glanerts 'Solaris' als zweite Opern-Uraufführung im großen Saal des Festspielhauses zu erleben sein.

Die 500 Seiten umfassende Partitur ist fast fertig. Acht Seiten fehlen noch, erklärte Detlev Glanert bei der Programmpräsentation – das seien etwa eineinhalb Minuten Musik.

Für das Spiel auf dem See erwartet die Festspielleitung einen ähnlichen Zuspruch wie im ersten Jahr mit 'André Chénier'. Die Auslastung lag bei etwa 70 Prozent. Dass das selten gespielte Werk kein Kassenschlager werden würde, war den Verantwortlichen zuvor bewusst.

'Wir konnten das Risiko eingehen, weil wir ein gutes Polster haben', erklärte der kaufmännische Direktor Diem. Das extrem schlechte Wetter im Juli 2011 habe den Kartenverkauf für die Seebühne zusätzlich erschwert.

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