Oberallgäu-Sonthofen
Das Oberallgäu als Vorreiter

Ab dem neuen Schuljahr gibt es an acht Schulen im Landkreis Schulsozialarbeiter. Damit sei das Oberallgäu Vorreiter in Bayern, meinte stellvertretender Landrat Anton Klotz in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses.

Ein beispielhaftes Netzwerk habe man geschaffen, lobte auch Herbert Seger die erreichte Versorgung der Oberallgäuer Schulen. Und Martin Bartl, Leiter des Kreisjugendamts, führte diese Entwicklung auch auf den Mut von drei Schulen zurück, schon Anfang dieses Jahrzehnts den Bedarf an Schulsozialarbeit angemeldet zu haben «in einer Zeit also, als sich die meisten Schulen schämten, wenn sie mit Schwierigkeiten vor Ort nicht selbst fertig wurden».

Wie umfangreich und notwendig ihre Arbeit ist, machten die Schulsozialarbeiterinnen Sonja Kretschmer (Hauptschule Immenstadt) und Maria Schindele (Sonthofen) deutlich. So seien in Immenstadt im abgelaufenen Schuljahr 102 Schüler, Eltern und Lehrkräfte beraten worden, an der Hauptschule Sonthofen mit den Klassen sieben bis zehn 85.

Die Jugendlichen tragen ein breites Spektrum an Fragen und Problemen an die Sozialarbeiter heran: Da geht es um Schulschwierigkeiten ebenso wie um Mobbing, um Sucht und Gewalt in der Familie wie um Verhaltensauffälligkeiten.

Wie die Sozialarbeiterinnen ausführten, haben sie an den Schulen auch zahlreiche Projekte angestoßen. Einige Beispiele dafür sind das Konflikttraining «Cool bleiben statt zuschlagen», Streitschlichtergruppen, Deutschnachhilfe für Migranten und Mädchengruppen. Großer Wert werde auch auf die Vernetzung mit anderen Institutionen wie Streetworkern, Polizei, Kinderschutzbund oder Jugendamt gelegt.

Aus den Reihen des Jugendhilfeausschusses wurde mehrfach angeregt, auch an Grundschulen Sozialarbeiter einzuführen, wie es in Immenstadt (bezahlt von der Kommune) bereits der Fall ist. Je früher präventive Maßnahmen einsetzten, desto wirkungsvoller. Die Finanzierung an Grundschulen sei dann aber nach Ansicht von Herbert Seger Sache der Kommunen, bei Volksschulen tragen der Landkreis und der Freistaat die Kosten.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen