Das Leben der Heiligen wird verfilmt

Kaufbeuren | kfr | Die Fortbewegung im Weberhaus in der Neuen Gasse gestaltete sich dieser Tage besonders schwierig. In den ohnehin engen Räumlichkeiten bestand für Besucher die Gefahr, über Kabel zu stolpern oder Scheinwerfer umzustoßen. Der Blonhofener Georg Ried, bekannt als Moderator beim Bayerischen Rundfunk, dreht zusammen mit seinem Sohn Bastian momentan einen Film über das Leben der Heiligen Crescentia von Kaufbeuren (1682-1744).

Anhand der Aufnahmen im Weberhaus soll dargestellt werden, wie die spätere Mystikerin vor ihrem Eintritt ins Kloster lebte. 'Das Gebäude in der Neuen Gasse eignet sich dafür besonders gut, weil die Räumlichkeiten seit der Bauzeit um 1760 kaum verändert wurden', erzählt Eugen Böckler. Dieser leitet öfter Führungen durch das Weberhaus und war maßgeblich daran beteiligt, es wieder herzurichten (wir berichteten).

'Das benachbarte Geburtshaus der Webertochter Crescentia Höß war für die Aufnahmen ungeeignet, da es vor wenigen Jahren renoviert wurde', so Böckler, der Georg Ried auch bei der redaktionellen Arbeit des Films unterstützt. Das Weberhaus ist aber nicht der einzige Schauplatz der Dokumentation: 'Die Dreharbeiten im Crescentia-Kloster und in Irsee sind bereits abgeschlossen', so Ried.

Authentische Szenen

In seinem Film werden zudem die Stimmen von Schwester Regina, der Oberin des Crescentia-Klosters, und Kardinal Wetter zu hören sein. 'Teilweise lasse ich auch Szenen aus dem Leben der Crescentia authentisch nachspielen. Beispielsweise wie Vater Höss am Webstuhl sitzt', so Ried.

Unterstützung vom Webermeister

Dafür brauchte er bei seiner Eigenproduktion auch die Unterstützung eines 'richtigen' Webermeisters: Hans Helmer, der diesen Beruf bis zur Rente ausübte, war für die Bewegungsabläufe am Webstuhl zuständig. Helmers Gesicht wird allerdings im Film nicht zu sehen sein, sondern nur seine webenden Hände.

Die Dreharbeiten für die etwa 30-minütige Dokumentation, die hauptsächlich bei Führungen gezeigt werden soll, dauern voraussichtlich noch vier bis fünf Wochen an. Den fertigen Film kann man dann im Kaufbeurer Klosterladen kaufen.

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