Kaufbeuren
Das «Kuhfeuerwerk» zündet auf Anhieb

Sie haben gewagt - und gewonnen: Mit dem Erfolg ihrer ersten großen Zuchtrinder-Ausstellung «Kuhfeuerwerk» haben neun Jungzüchter aus der Region ihr organisatorisches Meisterstück abgeliefert. Über 2000 Besucher an zwei Tagen, Zuchtkühe auf Spitzenniveau und ein spannendes Finale bei der Wahl der Champions sorgten auch bei den Ausstellern und Sponsoren für zufriedene Gesichter. Der ungewöhnliche Veranstaltungsort, die Kaufbeurer Karthalle, erwies sich als idealer Laufsteg und Kurzzeit-Stall für die 162 gemeldeten Milchkuh-Schönheiten. Die traditionsreiche Auktionshalle in Buchloe war für die Schau aus Platzgründen nicht in Frage gekommen.

Fetzige Musik

Neu am «Kuhfeuerwerk» ist nicht nur der originelle Name und die fetzige Musik, sondern auch das Konzept, denn die acht Jungzüchter lieben es bunt. Mit ihrer Zuchtschau wollten sie raus aus dem braunen Allerlei und mehr Rassen vorstellen als nur die bei uns dominierende Brown Swiss.

So kamen die Besucher in den Genuss, auch Spitzenkühe der Rassen Holstein und Jersey zu betrachten. Die hohe Qualität der gezeigten Tiere beeindruckte selbst den erfahrenen amerikanischen Preisrichter: Die Champions des «Kuhfeuerwerks», meinte Kevin Eggink, kämen dem Ideal einer modernen - im Vergleich zu früher weniger extrem ausgelegten - Milchkuh schon sehr, sehr nahe. Moderator und Übersetzer Stefan Hodel schwärmte gar von «Kühen auf absolutem Spitzenniveau».

Heimsieg für «Vera»

Einen Heimsieg konnte der Oberostendorfer Züchter Josef Müller verbuchen: Seine Brown Swiss Kuh «Vera» gewann zuerst bei der Euterwertung und mischte dann auch im spannenden Finale der besten Vier mit, das sie mit einer Anerkennung abschloss. Champion dieser Rasse wurde «Witti», eine Kuh aus dem Stall von Alois Müller aus Bergatreute. Die schönste Jersey-Kuh ist «Happy» aus Rückholz, eine Zuchtkuh von Christian und Tobias Guggemos. Die drei besten Holstein-Kühe heißen «Maxima», «Moh Luna» und «Mox Bougnet».

Vor seinem «Riesenkompliment an die jungen Züchter» wertete der Kaufbeurer Bürgermeister Gerhard Bucher das Zustandekommen des «Kuhfeuerwerks» als «positives Signal für die Landwirtschaft». Eine Leistungsschau wie diese sei gerade in einer Zeit, in der es nicht nur den Milchbauern schlecht gehe, sehr wichtig.

Auch ein echtes Feuerwerk

P.S.: Ein echtes Feuerwerk gabs beim Kuhfeuerwerk natürlich auch noch: Kurz vor dem Finale zur Champion-Wahl zündeten zwei kleine Feuer-Fontänen auf dem knallgrünen «Laufsteg» der Milchkuh-Stars.

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