Lamerdingen
«Das ist kein Luxusentwurf»

In nach eigener Aussage «heikler Mission» erschien Landschaftsarchitektin Katrin Mohrenweis zur Gemeinderatssitzung am Dienstag in Lamerdingen. Obwohl auf der Tagesordnung nicht vorgesehen, stimmten die Gemeinderäte zu, dass das Thema Außenanlagen Dorfgemeinschaftshaus behandelt wird.

«Wenn wir heuer noch anfangen wollen, müssen wir jetzt die Entwurfsphase abschließen», erklärte Mohrenweis. Problem: Derzeit belaufen sich die Kostenschätzungen auf etwa 190000 Euro. Das sind rund 50000 Euro mehr als Anfang März veranschlagt wurden.

«Wir haben die Pläne vier- oder fünfmal überarbeitet», berichtete die Architektin. Gründe für die höheren Kosten seien nicht Fehlberechnungen. Alleine bei den zu befestigenden Flächen seien rund 30000 Euro dazugekommen. Auch die Entwässerung des Areals habe man in Absprache mit einem Ingenieur neu berechnen müssen, weil die Rigole beim Feuerwehrhaus nicht so viel Oberflächenwasser aufnehmen könne wie im ersten Entwurf geplant.

Im Herbst Rotstift ansetzen

«Wenn wir jetzt abspecken und die Pläne erst dann ans Amt für Ländliche Entwicklung weiterleiten verschiebt sich alles nach hinten und wir können in diesem Jahr nicht mehr starten», erklärte Mohrenweis. Außerdem richte sich die gedeckelte Förderung nach der Entwurfsplanung. Sie schlug vor, die Entwurfsplanung in vollem Umfang abzusegnen und erst bei der Ausführungsplanung im Herbst den Rotstift anzusetzen. «Ich finde, das ist kein Luxusentwurf. Wir haben keine ,goldenen Wasserhähne eingeplant», sagte die Architektin.

Die hohen Summen ergäben sich aus den riesigen Flächen (etwa 2300 Quadratmeter), die geteert oder asphaltiert werden müssen. Die Kosten dafür belaufen sich nach den derzeitigen Berechnungen auf etwa 110000 Euro.

«Wir müssen abspecken», forderte Bürgermeister Konrad Schulze. Er schlug vor, dass sich im Herbst ein kleinerer Kreis noch einmal über die Pläne setze. Der Gemeinderat müsse dann den neuen Plänen zustimmen.

Arbeiten zügig ausschreiben

Jetzt sei es wichtig, dass der Gemeinderat der Vereinbarung mit der Teilnehmergemeinschaft beziehungsweise mit dem Amt für Ländliche Entwicklung zustimme, damit die Gemeinde als Bauträger das Vorhaben voranbringen und die Arbeiten ausschreiben könne.

«Ich bin davon überzeugt, dass sich die Kosten weit runterschrauben lassen», meinte Hanspeter Eberhardt und regte Eigenleistungen an. «Die Ausschreibungen liegen oft deutlich unter den Schätzungen», sagte Katrin Mohrenweis. Aufgrund der vielen großen Flächen seien die Außenanlagen des Dorfgemeinschaftshauses für Firmen sehr interessant.

Mit einer Gegenstimme beschloss der Gemeinderat die Vereinbarung mit dem Amt für Ländlichen Entwicklung abzuschließen. Winfried Kastl war dagegen, «weil wir mit unseren Kostenschätzungen nie hinkommen».

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen