Gemeinderat
Das gabs noch nie: Zu viele Zuhörer bei Sitzung

Das hat es in Buchenberg noch nicht gegeben: Schon 20 Minuten, bevor an diesem Abend Bürgermeister Toni Barth die Gemeinderatssitzung eröffnet, sind alle Besucherstühle belegt. Danach kommen weitere interessierte Zuhörer, und so platzt der Sitzungssaal der Gemeinde letztlich aus allen Nähten. Im Treppenhaus des Rathauses stehen die Menschen und selbst direkt hinter den Gemeinderäten haben sich dichte Reihen gebildet. Das auf der Tagesordnung stehende Thema «Biosphärenregion» lockt die Massen.

Das Problem: Es waren zu viele Bürger (auch auswärtige) für den zu kleinen Raum gekommen. Deshalb ließ der Bürgermeister den Rat abstimmen, den Punkt entweder trotz Überfüllung zu behandeln oder von der Tagesordnung zu nehmen und demnächst im Saal der Sommerau zu behandeln. Mehrheitlich entschieden die Gemeinderäte den Punkt abzusetzen - sehr zum Unmut einiger Bürger, die schneller als gewollt den Heimweg antreten mussten.

Beschlüsse gefasst wurden dennoch an dem Abend. Zum Beispiel, dass ein Teil der Eschacher Straße saniert wird und zwei Verkehrsinseln erhält. Zu groß sind inzwischen die Schlaglöcher, zu uneben die Fahrbahn - darin waren sich alle Gemeinderäte einig. Unterschiedliche Ansichten gab es aber darin, ob die zwei neuen Verkehrsinseln (für rund 60000 Euro) nötig sind, um den Verkehr zu bremsen.

Das hatte Bruno Müller, Leiter der Kreistiefbauverwaltung, angeregt. Nicht durchsetzen konnte sich Christian Zinth, der glaubt, dass die Inseln, die die Fahrbahn verengen, verkehrstechnische Probleme nach sich ziehen. Er befürchtet, dass gerade im Winter Lastwagen oder Omnibusse dort ins Rutschen geraten, und für die großen Fahrzeuge durch die Inseln zu wenig Platz zur Verfügung stehen könnten.

Die Kosten der Sanierung: insgesamt 350000 Euro. 200000 Euro für die Straßenausbesserung übernimmt der Landkreis, etwa 150000 Euro für die Erneuerung der Gehwege muss die Gemeinde zahlen.

Einigkeit herrschte beim Vorhaben, ein Digitalfunknetz in Buchenberg aufzubauen. Außerdem stimmten die Räte dafür, den Flächennutzungsplan zu ändern, damit der ehemaligen «Adler» in eine Seniorenanlage umgebaut werden kann.

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