Schwangau
Das Erbe der Schlösser und der Wittelsbacher wahren

Die Gäste des traditionellen Empfangs zum Auftakt der Schlosskonzerte auf Neuschwanstein hatten am Samstagabend Glück: Der Staatssekretär im bayerischen Ministerium für Finanzen, Franz Pschierer, hatte an diesem Tag keinen Fehler begangen. Denn im Gegensatz zu einem Termin in der Vorwoche griff er am Samstag für die Eröffnungsrede zum richtigen Manuskript. «Damit bleibt den Anwesenden am heutigen Abend der Wahlkampf erspart», scherzte der gut aufgelegte Pschierer zum Auftakt der 40. Schlosskonzerte im Hotel Lisl vor Sponsoren sowie den Gastgebern, dem Landkreis Ostallgäu um Landrat Johann Fleschhut und der Gemeinde Schwangau. So war es dem Staatssekretär eine Ehre, nach der Eröffnung des Oktoberfestes in München, «als Kontrastprogramm heute Abend hier in Hohenschwangau zu sein».

Pschierer, der das Fehlen des bayerischen Finanzministers und Schirmherrn der Schlosskonzerte Georg Fahrenschon entschuldigte, hob in seiner Rede den Mythos Neuschwansteins hervor. «Es ist eines der bekanntesten Bauten der Welt. Es wäre aber nicht so gekommen, wäre man dem Willen Ludwigs II. gefolgt», sagte der Staatssekretär. Der bayerische König wollte das Schloss als Geheimnis wahren. Es kam bekanntlich anders: 60 Millionen Menschen haben Neuschwanstein seit damals besucht. «Es ist ein Erbe, mit dem wir sehr sorgsam umgehen», betonte Pschierer mit Blick auf die Bestrebungen des Freistaates, das Schloss als Weltkulturerbe zu eta-blieren.

Das Erbe der Wittelsbacher, eines der wohl ältesten Adelsgeschlechter des Landes, lag Dr. Elisabeth von Hagenow vom Wittelsbacher Ausgleichsfonds am Herzen. Die Kunsthistorikerin gab im Rahmen ihres Vortrags über das ehemalige Hotel Alpenrose einen Einblick über die Wittelsbacher in Hohenschwangau. Mit einem Ausflug in die lange Geschichte des Hauses erinnert von Hagenow an die Bedeutung des Hauses, dem man künftig mit einem Museum Rechnung tragen wolle. Erstmals nannte sie auch ein Datum, an dem die Ausstellung über die Wittelsbacher auf 1500 Quadratmetern eröffnet werden soll: Im Jahr 2011 - zum 125. Todestag Ludwigs. «Trotz des hohen Sanierungsaufwandes ist das ein durchaus realistisches Ziel», sagte von Hagenow, ehe es zum Konzert ging.

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