Immenstadt
Das «Alp-See-Haus» wird gebaut

Wie Außerirdische, die zum ersten Mal auf die Erde kommen und den Planeten mit all seinen Naturschönheiten entdecken, soll es ab Sommer 2011 Besuchern des «Alp-See-Hauses» am Fuße der Nagelfluhkette und mit Blick auf den Großen Alpsee in Immenstadt-Bühl gehen. So jedenfalls stellten es die Macher des geplanten Naturerlebniszentrums und Vertreter mehrerer Gruppen, die das Haus später nutzen wollen (wir berichteten), im Immenstädter Stadtrat mit einem Kurzfilm und einem emotionalen Vortrag vor. Ihr Wunsch kann nun Realität werden: Der Rat sprach sich mit 18:6 Stimmen für das 2,8 Millionen Euro teure Projekt aus, an dem sich die Stadt mit voraussichtlich 760000 Euro beteiligt. Es soll über die Region hinaus bekannt werden und langfristig die Wirtschaftskraft der Stadt stärken.

Bekanntlich drängt die Zeit: Als eines von fünf Projekten in Bayern soll das «Alp-See-Haus» als Einrichtung für Umweltbildung aus dem Konjunkturpaket II mit 1,11 Millionen Euro gefördert werden. Doch das klappt laut Kämmerer und Projektleiter Siegfried Zengerle nur, wenn das Haus 2011 bezugsfertig ist und Ende 2011 abgerechnet werden kann. Nächsten September soll der Bau beginnen.

«Das Projekt ist einmalig in Bayern, deshalb unterstützen wir es und sind bereit, für die Ausstellung weitere 400000 Euro zu zahlen», sagte ein Vertreter der Regierung von Schwaben. Auch für eine Außenstelle der Gästeinformation, die sieben Tage die Woche geöffnet sein soll, gebe es Aussicht auf Fördermittel. Der zuständige Architekt betonte, dass das Passiv-Holzhaus ökologisch und energetisch nachhaltig, mit Materialien aus der Region gebaut werde.

Betreiber wird ein Trägerverein. Im Alp-See-Haus sollen regionale Produkte verkauft werden. Im Obergeschoss ist ein Filmsaal geplant. Auch die Geschäftsstelle des Naturparks Nagelfluhkette zieht ein.

Zengerle rechnet mit Einnahmen von jährlich 240000 Euro und erinnerte, dass man das Diepolzer Bergbauernmuseum 1999 unter noch schwierigeren finanziellen Bedingungen gewagt habe. «Heute ist es eine Erfolgsgeschichte.»

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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