Auszeichnung
DannheimerEdele ist Buchhandlung des Jahres 2011

Seit 2003 verleiht die Fachzeitschrift Buchmarkt die Auszeichnung 'Buchhandlung des Jahres' in mehreren Kategorien. Heuer hat die Buchhandelsgruppe Dannheimer/Bücher Edele den Titel in der Kategorie Großbuchhandlung gewonnen. Auf der Buchmesse in Frankfurt nahm Geschäftsführer Frank Edele den Preis persönlich entgegen.

Herr Edele, was muss man leisten, um Buchhandlung des Jahres zu werden?

Edele: Zunächst einmal muss man sich bewerben und ein überzeugendes Unternehmens- und Marketingkonzept vorlegen. Wir reichen schon seit unserem Jubiläumsjahr 2008 unsere Unterlagen ein. Acht bis zwölf Wochen sitzen wir an den aufwendig gestalteten Bewerbungsmappen mit Präsentationen und Vorstellung unserer Konzepte. Heuer hat es endlich geklappt. Wir freuen uns sehr.

Womit haben Sie die Jury überzeugt?

Edele: Bei uns passiert einfach vieles, das über das normale Geschäft hinaus geht. Die Bücher bekommen bei uns eine besondere Bühne.

Wir veranstalten Lesungen mit Autoren oder die Reihe 'Allgäuer Begegnungen', bei der es um spirituelle Themen geht, präsentiert von Autoren aus unserer Region. Zu unserem 225-jährigen Jubiläum bedienten Familie und Mitarbeiter zwei Wochen in barocken Kostümen. Neu ist auch unsere 'weblounge' mit Café. Dort bieten wir neben Internet und Kaffee auch 'Gugl' an, kleine Kuchenpralinen in Gugelhupfform in Anspielung auf 'Google', oder unsere Dating-Cards, über die man sich verabreden kann.

In Anbetracht dieser Aktionen sprach die Jury bei Dannheimer/Edele von einer Erlebnisbuchhandlung. Muss man das heute sein, um sich gegen die Konkurrenz von großen Ketten und Internet durchzusetzen?

Edele: Ich denke schon. Man muss dem Kunden ein Erlebnis bieten, das er im Netz nicht hat. Buchhandlungen dürfen nicht mehr so verstaubt wie Bibliotheken rüberkommen. Dazu gehört dann natürlich auch der Non-Book-Bereich: Auf Thementischen bieten wir die zum Buch passenden Geschenke an.

Gerade haben Sie einen E-Book-Reader an eine Kundin verlost. Glauben Sie denn noch an die Zukunft des 'echten' Buches?

Edele: Ja, definitiv. Das E-Book kann niemals das haptische Erlebnis ersetzen. Man kann darin nichts anstreichen und keine Eselsohren in die Seiten machen. Das Buch war doch schon unzählige Male totgesagt.

Was lesen die Allgäuer derzeit gerne?

Edele: Natürlich die Allgäu-Krimis und Regional-Krimis im Allgemeinen. Sehr auffällig ist auch, dass die richtig harten Thriller, in denen viel Blut fließt, immer mehr gelesen werden – besonders von Frauen.

Welches ist Ihr Lieblingsbuch und was mögen Sie gar nicht?

Edele: Mein Favorit ist 'Die Entdeckung der Langsamkeit' von Sten Nadolny. Der Klassiker passt heute wieder gut zu der nötigen Rückbesinnung in unserer hektischen Zeit. Was mich nicht besonders anspricht sind Vampir-Romane.

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