Lindenberg / Scheidegg
Dankbar für vier Jahre

Bei der feierlichen Verabschiedung von Wolfgang Meyer in der Johanneskirche in Lindenberg wurden nicht viele Worte verloren - ganz im Sinne des scheidenden Diakons. Denn nicht mit Worten, sondern mit Musik wollte er sich von den evangelischen Gemeinden Lindenberg und Scheidegg verabschieden, in denen er die letzten vier Jahre gewirkt hatte.

Sein Schwerpunkt war die Seniorenarbeit, zu der regelmäßige Seniorenkreise und die Betreuung der Wohnheime gehörten. Dazu kamen «Krabbelgottesdienste» in den Mutter-Kind-Kurheimen in Scheidegg, wo er auch zu wöchentlichen «Gute-Nacht-Geschichten-Abenden» einlud. Und dann war da natürlich die Musik. «Wer mich kennt, weiß, dass Musik zu meinem Leben gehört», sagt Meyer. Deshalb auch der musikalische Abschiedsabend, der von zwei Chören gestaltet wurde: vom «Chörle» der Scheidegger Kirchengemeinde, welches Meyer leitete, sowie vom Lindenberger «Johannesensemble.»

Dass sich der gebürtige Augsburger «den Urkräften der Musik verschrieben hat», wie es Dekan Jörg Dittmar bei der Entpflichtung ausdrückte, war spürbar. Ob als Dirigent, Sänger oder Pianist - Meyer steckte mit seiner Begeisterung für die Musik die anwesenden Gäste an. Und auch den Lindenberger Kirchenvorstand hat er augenscheinlich infiziert; verpackte Werner Pruß seine Abschiedsrede doch in Rap-Form.

Der Abschied sei überraschend gekommen, sagte Bernd Schäfer, der Vorstand der Scheidegger Kirchengemeinde. Man sei nun aber nicht traurig oder gar zornig, sondern vor allem dankbar. Dankbar für vier Jahre, in denen Meyer mit viel Engagement in den Gemeinden mitgearbeitet habe.

«Spannende, sozialdiakonische Aufgaben» sind es, die ihn vom Westallgäu nach Dinkelsbühl führen werden. Dort ist er auch wieder etwas näher bei seiner Familie - Frau und drei erwachsene Kinder - , die in Augsburg lebt. «Bei einer Stunde Fahrzeit kann ich leichter pendeln», so der Diakon. Ein bisschen Wehmut sei trotz der Freude auf die neue Arbeit dabei: «Ich verlasse liebe Menschen und ein Stückchen schönes Westallgäu.»

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