Landwirtschaft
Damwild in Stöttwang ausgebrochen ndash Besitzer sucht nach Lösung

Damwild fällt durch sein Sommerhaarkleid auf – rostbraun mit weißen Flecken. Bei Stöttwang sind einige dieser Tiere ausgebrochen. 'Sie machen Wiesen und Wälder kaputt', meint ein AZ-Leser. In der Kommune ist das bekannt. 'Für die Gemeinde ist das kein Problem, aber für die Nachbarn und Waldpächter. Die Jagdgenossenschaft will, dass etwas unternommen wird', berichtet Bürgermeister Richard Ficker. Zuständig sei nicht die Gemeinde, 'doch der Besitzer will etwas unternehmen', so Ficker.

Verantwortlich dafür, die Tiere wieder einzufangen, sei der Besitzer des Geheges, erklärt Ralf Kinkel, Oberregierungsrat im Landratsamt Ostallgäu. Für Schäden, welche die Tiere bis dahin eventuell im Wald und Grünland anrichten, ist nach dem Bundesjagdgesetz ausschließlich der Besitzer des Geheges haftbar.

Und der ist nach eigenen Angaben momentan unterwegs, um die Tiere wieder zurück ins Gehege zu bekommen. 'Aber es ist schwierig, sie einzufangen', sagt er. Denn derzeit gebe es ein ausreichendes Nahrungsangebot, zudem seien die Tiere wegen der Kitze sehr scheu.

Obendrein hegt der Besitzer den Verdacht, dass die Tiere möglicherweise absichtlich freigelassen wurden. Der Landwirt führt nämlich sei einiger Zeit einen Kampf für die Anerkennung des chronischen Botulismus (wir berichteten). Ein Teil seiner Tiere sei wahrscheinlich deshalb schon gestorben, befürchtet der Besitzer. Die Sache sei ein laufendes Rechtsverfahren.

Zumindest der Leser hat den Eindruck, dass einige der ausgebrochenen Tiere krank seien: 'Sie torkeln herum', berichtet er. Dem widerspricht Kinkel: 'Das ausgebrochene Wild hat nach unserer Kenntnis nach weder die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit noch sonst eine für Menschen oder Tiere gefährliche ansteckende Krankheit.'

Und chronischen Botulismus können die Tiere des Stöttwangers ohnehin nicht haben, denn das Phänomen wird von der Staatsregierung nicht offiziell anerkannt.

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