Ostallgäu
Damit Verkehr bei Stau sicher rollt

Der Countdown läuft: Gerade mal drei Wochen sind es noch bis zur Verkehrsfreigabe des letzten A7-Teilstücks zwischen Nesselwang und Füssen am 1. September. Doch Michael Kordon, Leiter der Autobahndirektion Südbayern, Dienststelle Kempten, bleibt gelassen: «Wir sind voll in der Zeit, alles läuft nach Plan.»

Neben der Anbindung der neuen Trasse an die bestehende A7, letzten Asphaltarbeiten sowie der Montage von Leitplanken gibt es derzeit nur noch einen Schwerpunkt: die Verkehrsleittechnik. Jede Menge Sensoren, zwei Rechenzentren, Dutzende Kilometer Glasfaserkabel und 41 variable Tafeln und Schilderbrücken sollen dafür sorgen, dass der Verkehr bis zum Grenztunnel auch bei Zwischenfällen sicher rollt.

Verantwortlich dafür ist Kollege Computer, der Mensch (Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Memmingen) ist nur noch zur Kontrolle und Feinabstimmung gefragt. Eingegriffen wird auf der A7 künftig nicht nur bei einem Brand oder Unfall im Tunnel (»Allgäu-Rundschau), sondern auch bei Staus und Glätte. So erkennen Messschleifen in der Fahrbahn, wenn sich der Verkehr vom Flaschenhals bei Lermoos bis in den Grenztunnel zurückstaut.

Die Folge: die ungeliebte Blockabfertigung. Der Tunnel wird dann auf deutscher Seite vollautomatisch gesperrt, das Tempo bei Bedarf bereits ab der Anschlussstelle Nesselwang stufenweise auf bis zu 60 km/h gedrosselt. «Wir müssen unbedingt vermeiden, dass Fahrzeuge aufs Stauende krachen», begründet Kordon dies. Ist der Stau auf österreichischer Seite weiter gewandert, darf wieder eine bestimmte Zahl von Fahrzeugen passieren. Auf die Ableitungsstrecken schicke man Fahrzeuge mit Hilfe der variablen Beschilderung aber nur dann, wenn Grenztunnel oder Tunnel Reinertshof etwa durch einen Unfall nicht mehr passierbar sind, erläutert Ralf Eisele von der Autobahndirektion.

20 Prozent weniger Unfälle

Das eingesetzte System der Verkehrsbeeinflussung (Gesamtkosten rund fünf Millionen Euro) hat sich aus Sicht von Michael Kordon in Ballungsräumen «bestens bewährt»: «Wir haben 20 Prozent weniger Unfälle auf diesen Strecken», betont er.

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