Damit Sie wissen, was sie wollen sollen

Ostallgäu | az | Zum Jahreswechsel sind sie wieder gefragt: gute Vorsätze. Weil nicht jeder gleich selbst darauf kommt, was er sich vornehmen könnte - oder sollte - helfen wir von der Lokalredaktion Füssen ein wenig nach. Hier unsere wenngleich nicht ganz ernst gemeinte Vorsätze für:

Christian Gangl, Füssen: Er sollte nie wieder seine Unterschrift unter ein Schreiben des Bayerischen Roten Kreuzes setzen, in dem Heimbewohnern einfach mal auf die Schnelle der überraschende Umzug in andere Unterkünfte mitgeteilt wird. Die so gewonnene Zeit müsste der Bürgermeister dafür nutzen, die aktuellsten personalrechtlichen Vorschriften bei der Besetzung von Hauptamtsleiter-Posten zu studieren. Auch sollte Gangl das große Palaver (Bezeichnung für die Zusammenkünfte vor allem der westafrikanischen Völkerstämme, um unter Vorsitz der Häuptlinge Kriegszüge, Rechtsangelegenheiten usw. zu besprechen; Meyers Lexikon 1928) im Stadtrat endgültig verbieten.

Hans-Jürgen Kreutzer, Füssen: Der Leiter des Füssener Jugendtreffs muss seinen Kollegen in der Stadtverwaltung auf die Füße treten. Weitere Verzögerungen im Ausbau könnten nämlich dazu führen, dass die Jugend aus ihrem Treff herauswächst und sich als Generation 50+ um eine Nutzungsänderung als Seniorenclub kümmern muss.

Jürg Tiedge, Füssen: Der geschäftsführende Vorstand des EV Füssen sollte in den Heimspielen jedem Gäste-Fan einen persönlichen Ordner an die Seite stellen. Dann muss er sich den Vorwurf mangelnder Sicherheitsvorkehrungen nicht mehr gefallen lassen und erhöht nebenbei auch die Zuschauerzahlen.

Kasimir Schmutz, Füssen: Er soll auf keiner Liste für den Stadtrat kandidieren, da er sonst Entscheidungen mittragen müsste, die ihm nichts nützen. Als aktives Mitglied der Schießsportgruppe soll er lieber im Hintergrund bleiben und seine Munition weiterhin in unserer Leserbrief-Spalte abfeuern.

Andreas Rösel, Füssen: Als Kandidat der FDP und langjähriger Beamter im Rathaus sollte er seine Klage gegen die Stadt Füssen zurückziehen, wenn er die Bürgermeisterwahl gewinnt. Denn er kann ja nicht gegen sich selbst vor Gericht streiten. Das angekratzte Arbeitsklima im Rathaus könnte er dadurch verbessern, dass er sich als Bürgermeister dafür einsetzt, wofür er bisher wenig getan hat.

Reinhold Sontheimer, Schwangau: In seiner nächsten Amtszeit als Bürgermeister müsste er in Anlehnung an das Motto des Faschingsordens 'It viel rede' dafür sorgen, dass bei Sitzungen des Gemeinderates weniger 'gedampfplaudert' und mehr konstruktiv gearbeitet wird. Er sollte auch aufpassen, dass ihm nicht schwindlig wird beim 'arbeitskreiseln' für das Entwicklungskonzept Hohenschwangau. Wenn dieser Arbeitskreis dann kreißt, sollte aber ein Kreisel für die neuralgische Hauptkreuzung geboren werden.

Beppo Zeislmeier, Pfronten: Der Bürgermeister der 'Krösus'-Gemeinde im südlichen Ostallgäu muss 2008 endlich ein Herz für seine Nachbarn zeigen. Die Gemeinde Pfronten sollte umgehend ein verarmtes Städtchen eingemeinden und es mit Finanzspritzen wieder aufpäppeln. Schließlich haben die Füssener auch ein Anrecht auf ein funktionierendes Hallenbad, schöne Spielplätze, satte Gewerbesteuereinnahmen und vieles mehr.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

3 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by Gogol Publishing 2002-2019