Digitalfunk
Damit Kommunikation im Notfall klappt

Die Polizei, Feuerwehren und Rettungsdienste: Sie alle sollen deutschlandweit künftig über ein einheitliches, digitales Funknetz in Verbindung stehen. Das soll vor allem den Bürgern zugute kommen, indem sie im Notfall schnell und verlässlich Hilfe erhalten. Für die Errichtung des neuen Digitalfunknetzes ist die Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) zuständig. Diese sieht auch in Kempten zwei Standorte für BOS-Funk vor: in Lettten - östlich der Ludwigshöhe - und am Mariaberg. Hans Ulrich-Raithel erstellte dazu ein Immissionsgutachten, das er im Bauausschuss präsentierte.

Insgesamt konnte Ulrich-Raithel es kurz machen: Am Mariaberg soll ein BOS-Mast errichtet werden und in Letten könne der bestehende Feuerwehrmast auf BOS umgerüstet werden. Was die Strahlung angeht, sei das in beiden Fällen vertretbar. So liegt diese laut Ulrich-Raithel am Mariaberg im «Marginalbereich» und auch in Letten gebe es keine Beanstandungen. Ganz im Gegenteil: Dort sei die Sendeleistung bereits von 39 auf 15 Mikrowatt pro Quadratmeter heruntergefahren worden. «Das ist eine spürbare Reduktion», betonte Ulrich-Raithel. Und was über den BOS-Funk wieder dazu komme, spiele eine untergeordnete Rolle.

Generell, erklärte der Experte, sei der neue BOS-Funk «viel moderater» als Mobilfunk: «Das liegt daran, dass BOS weniger Sendeleistung braucht.» Denn während in Mobilfunknetzen tausende Gespräche gleichzeitig abgewickelt werden müssten, seien es bei dem digitalen Funk weit weniger Gespräche.

Letztlich stimmte der Bauausschuss zu, die beiden Standorte für eine Umsetzung zu empfehlen. Allerdings betonte Erwin Hagenmaier (CSU), dass die Stadt keinen wirklichen Einfluss auf die Standortwahl habe. Ulrich-Raithel gab ihm da recht: «Während man mit Mobilfunkanbietern ins dialogische Verfahren einsteigen und Standortvorschläge machen kann, ist das hier schwieriger.» Bei BOS könnten die Kommunen lediglich höflich anfragen, ob man nicht noch einen Vorschlag machen könne. Letztlich entscheide aber die BDBOS.

In dem Zusammenhang betonte Hagenmaier noch einmal, dass es schließlich mit dem Funk um die Sicherheit der Bevölkerung gehe: «Da ist es wichtig, dass der Sprechfunk einwandfrei funktioniert.» Er sei froh, dass zwei Standorte gefunden wurden, an denen das gewährleistet sei «und die keinerlei Einfluss auf die Bevölkerung haben». (bec)

Das BOS-Immissionsgutachten gibt es unter

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