Damit die Autofahrt nicht zur Rutschpartie wird

Kaufbeuren | kfr | Wenn Frau Holle wieder einmal mitten in der Nacht ihre Betten ausschüttelt, dann müssen die Einsatzkräfte des Winterdienstes früh aus den Federn. So wie am vergangenen Wochenende. 'Die Räumarbeiten waren jedoch nicht besonders stressig, obwohl Verhältnisse mit Wind und Verwehungen immer am schwierigsten sind', erzählt Georgio Buchs, Leiter des für den Winterdienst zuständigen Bauhofs Kaufbeuren. Neun Einsatzfahrzeuge stehen dem Räum- und Streukommando zur Verfügung. Vier davon gehören dem Bauhof, die anderen fünf zu Subunternehmen. Doch die Vehikel zur Schneebeseitigung sind keineswegs alle gleich groß. 'Vom kleinen Unimog bis hin zum LKW ist alles dabei. Welches Fahrzeug man nimmt, richtet sich danach, wie beengt die Straßenverhältnisse sind', erklärt Buchs. Wie läuft nun der winterliche Einsatz des Bauhofs genau ab? 'Ganz wichtig ist für uns der Wetterbericht', so der Bauhofleiter. Den erhalten sie von 'MC Wetter' - einer Firma mit Sitz in Berlin, die jedoch in ganz Deutschland Messstadionen hat.

'Die Prognose enthält auch Angaben zur voraussichtlichen Straßen- und Brückentemperatur, zu geschätzten Niederschlagsmengen sowie eine spezifische Glättevorhersage für Kaufbeuren', berichtet Buchs. In etwa 80 Prozent aller Fälle habe sich der Wetterbericht bisher bewahrheitet.

Ist mit Glätte oder Schneefällen zu rechnen, dann fährt ein Bereitschaftsführer mitten in der Nacht mit dem Auto das Straßennetz ab und schaut, wo es etwas zu tun gibt. 'Momentan geschieht das praktisch jede Nacht', sagt der Bauhofleiter, der einer der drei Bereitschaftsführer ist, die sich wöchentlich abwechseln.

Der Einsatzbeginn sei dabei witterungsabhängig, oft ist er schon um halb zwei in der Nacht unterwegs. Der Bereitschaftsführer verständigt dann direkt oder über die Polizei die jeweiligen Einsatzkräfte, die über einen Funkwecker alarmiert werden. 'Vor Beginn des Berufsverkehrs sollten unsere Männer das Meiste geschafft haben', so Buchs.

In der Regel rücke die ganze Schleife, also alle neun Einsatzfahrzeuge, aus. Oft liege in Kleinkemnat und Neugablonz mehr Schnee als in der Kaufbeurer Innenstadt. Manchmal verläuft die Wetterfront sehr seltsam: 'Erst jetzt am Wochenende habe ich es erlebt, dass auf der einen Straßenseite hoher Schnee lag, während die andere überhaupt nicht weiß war', erinnert sich Buchs.

Gibt es Situationen, in denen selbst für den Winterdienst die Straßenverhältnisse zu gefährlich sind? 'Ja. Bei extremer Glätte rücken die Fahrzeuge nicht aus', so der Bauhofleiter. Aber man versuche immer irgendwie vorwärts zu kommen, beispielsweise mit Hilfe von Schneeketten.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen