Da war richtig Musik drin in der Stadt

von Christine Rothauscher | Kempten Sie sangen und spielten und ihre Zuhörer klatschten und sangen mit. Rund 200 Musiker sorgten am Samstag dafür, dass die Einkaufsmeile der Stadt zur klingenden Freilichtbühne wurde. Reggae-, Rock- und Volksmusik-Gruppen gaben ihr Bestes und es lohnte sich. Trotz des Regens kamen zum Tag der Musik wieder Tausende und spendeten fleißig: Über 10 000 Euro kamen zugunsten krebskranker Kinder zusammen.

Samstagvormittag: 'Oins, zwoa, cha, cha, cha.' Die Männerstimme klingt rau durch das Mikrofon auf der Hauptbühne am Residenzplatz. Das Echo kommt prompt von Gitarren und Trompeten. Nein, es ist nicht zu überhören: Der Tag der Musik startet durch. Und während Bürgermeister Dieter Zacherle mit einem Blick zum düsteren Himmel den Wetterapostel Petrus beschwört 'bloß nicht weiter die himmlischen Schleusen zu öffnen' und Katrin Müller vom City-Management verspricht, 'dass auf jeden Fall der Bär steppen wird', beginnen die 45 Musikgruppen zwischen Altstadt und Lyzeum, Residenz und Forum mit ihrem klingenden Spiel.

Und wer zu dieser Zeit auf den Straßen und Plätzen unterwegs ist, den Regen ignoriert und lieber die Ohren spitzt, darf bei 'Malajka' 'Summer in the city' und 'Blueberry hill' von sonnenhellen Sommertagen träumen.

Wie zum Beispiel Brunhilde Bentele aus dem Stadtteil Sankt Mang. 'Ich genieße meinen Samstags-Stadtbummel mit den vielseitigen Straßenkonzerten', schwärmt sie.

Freilich, wer alle Musiker hören will, der muss sich immer aufs Neue auf die Socken machen und sich durch dichte Publikums-Spaliere schieben. 'Eigentlich wollten wir ja Käse und Wurst einkaufen, aber stattdessen haben wir nun CDs unserer Lieblingsmusiker in der Tasche', verraten Karin und Edi Vogg aus dem Kemptener Westen. Da sprechen sie der Betzigauer Familie Hefele sicher aus der Seele, die ihre Einkaufstasche gleich zu Hause gelassen hat, 'weil wir lieber alte Schlager, Samba-Klänge, Rock- und Alphornklänge genießen'.

Ja, dass die Musik den Passanten ins Ohr geht, ist nicht zu übersehen: da wird geschunkelt und mitgesungen. Und immer kommt am Schluss die Bitte: 'Machen Sie die Herzen und Geldbörsen auf, jeder Cent, jeder Euro ist für krebskranke Kinder im Allgäu.' Da will offenbar auch der alte Petrus noch mitmischen, von Stunde zu Stunde steigern sich Sonnenstrahlen und Besucherzahlen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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