Füssen / Zugspitze
Curler mit Handicap in Füssener Händen

Wenn die Olympischen Winterspiele in Vancouver vorbei sind, dann beginnen die Paralympics. Auf der Zugspitze trafen sich kürzlich Offizielle, Trainer und Sportler und stellten das deutsche Paralympics-Team vor. Mit dabei sind erstmals auch die deutschen Rolli-Curler mit ihrem Erfolgstrainer Helmar Erlewein aus Schwangau und der Füssenerin Christiane Steger, die neu im Kader ist.

«Sie hat sich gut in die Mannschaft integriert», sagte Trainer Erlewein unserer Zeitung bei der Medienveranstaltung auf der Zugspitze. Der Curlingclub Füssen, dessen Mitglied Erlewein ist, hat damit einige Steine auf dem Eis in Vancouver. Das Herrenteam um Andy Kapp vertritt Deutschland jetzt bei Olympia. Und mit Corinna Scholz spielt eine Curlerin im Damenteam aus Garmisch mit, die beim CC Füssen trainiert.

Die deutschen Curler mit Handicap um ihren Skip Jens Jäger fanden auf der Zugspitze besonderes Interesse. Sie konnten sich zwar erstmals für die Paralympics qualifizieren, haben aber die Bronzemedaille von der Weltmeisterschaft 2009 im Gepäck und wurden «Mannschaft des Jahres» der Behindertensportler. Mit dieser Auszeichnung würdigt der Deutschen Behindertensportverband (DBS) nicht zuletzt die große Vorbildfunktion seiner Spitzenathleten.

Wie Jens Jäger vom Curling Club «Hunters» aus Schwenningen erklärte, gehört Rolli-Curling erst seit den Spielen in Turin zum paralympischen Wettkampfprogramm. In Kanada treten zehn Teams an, wobei zunächst jeder gegen jeden spielt. «Wenn wir unsere Steine konzentriert abgeben, haben wir Chancen», so Jäger. Seine Mannschaft wächst bei den Turnieren vor großen Wettbewerben und natürlich beim Training auf dem Füssener Eis zusammen. Dort kümmert sich Trainer Erlewein um die sportliche Leistungsfähigkeit seiner Curler. Ihre körperliche Konstitution liegt bei Physiotherapeutin Marion Demeter in den besten Händen, die ebenfalls nach Vancouver mitreist.

Das Einzige, was Jens Jäger, Christiane Steger und ihren Mannschaftskameraden fehlt, sind Wischer. Denn anders als bei den «Fußgängern» ist das Wischen des Eises für eine bessere Platzierung des Steins beim Rolli-Curling nicht erlaubt.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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