CSU sieht sich als erste Wahl in Stadt und Kreis

Marktoberdorf | vit | In den vergangenen sechs Jahren habe das Motto im Rathaus gegolten: 'Keine Ideen kosten kein Geld.' So jedenfalls sieht es der Marktoberdorfer CSU-Bürgermeisterkandidat Markus Singer. Zum Wahlkampfabschluss im voll besetzten Burger-Saal stellte er seine Ziele vor. Er trete mit einem Team an, das in der Stadt endlich wieder etwas bewegen wolle: 'Lasst uns Marktoberdorf gestalten. Das heißt: nicht einem hilflosen Verwalter überlassen.' Unterstützung bekam er von Landratskandidatin Angelika Schorer. Sie versprach alles in ihrer Macht Stehende zu tun, damit im Marktoberdorfer Krankenhaus die Geburtshilfe erhalten bleibt. Die Musikkapelle Rieder spielte auf, 23 von 24 Stadtratskandidaten sowie ein Drittel der Bewerber für den Kreistag stellten sich dem Publikum vor. CSU-Ortsvorsitzender Eduard Gapp machte klar: 'Wir sind nicht die gute Alternative, sondern die erste Wahl.' Denn die CSU-Kandidaten verfügten über Sachverstand, Bürgernähe und Blick für das Machbare.

Singer verdeutlichte: Den Bürgermeister sehe er als 'Motor für die Liegenschaftspolitik'. Dass die Stadt keine eigenen Gewerbeflächen bereithalte, erweise sich bei den Expansionswünschen von Fendt als Problem. Hier habe man 'nicht weitsichtig gehandelt'. Singer sprach sich dafür aus, städtische Gewerbeflächen, die Interessenten zu teuer seien, unter Preis abzugeben: Über Gewerbesteuer fließe das Geld wieder zurück. In Vorleistung müsse man auf Ruderatshofener Flur bei einer weiteren B 12-Abfahrt nahe Immenhofen gehen.

'Anwalt der Stadt'

Nötig seien neue Wohngebiete: Marktoberdorf erlebe einen wirtschaftlichen Boom, der Zuzug neuer Arbeitskräfte gehe aber in die Nachbargemeinden, weil in der Stadt Bauland fehle. Erweitern müsse man das Gewend nach Süden. Bei der Umgestaltung von Straßen und Plätzen in der Innenstadt werde er 'nicht nur vor mich hinwurschteln', sondern die Sache 'mit Biss' angehen. Der Bürgermeister müsse als 'Impulsgeber für den Wirtschaftsstandort' aktiv um neue Betriebe werben. Seine Vision sei auch eine Fachoberschule (FOS) für Marktoberdorf. Als 'Anwalt der Stadt' hätte der Bürgermeister für den Erhalt von Bahnschalter, eigener Post sowie für die bisherige Gewerbeschau kämpfen müssen. Auf Nachfragen machte er deutlich, dass die Stadt eine vollständige Umgehung brauche. Aufgabe des Bürgermeisters wäre es, früh die Bedenken der Bertoldshofener in einer Aussprache aufzugreifen.

Sie möchte Landrätin für alle sein, betonte Angelika Schorer. Als Zukunftsthemen für das Ostallgäu sieht sie die Weiterentwicklung der Verkehrswege - neben der B 12 auch der Bahnlinie Biessenhofen-Füssen. Wichtig sei ihr, beim demografischen Wandel nicht nur Konzepte zu erstellen, sondern schnell zu handeln. Einsetzen wolle sie sich für Familienfreundlichkeit und die Berufsschulstandorte. Ziel der CSU sei zudem, dass alle kommunalen Krankenhäuser durch Spezialisierung erhalten bleiben sollen.

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